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04.07.2017

Boris Becker: Ex-Partner fordert 36,5 Millionen

Nach dem Bankrott-Urteil erhebt jetzt auch ein ehemaliger Geschäftspartner Schulden-Vorwürfe gegenüber Boris Becker.

"Ich bin weder zahlungsunfähig noch pleite. Ich komme allen meinen Verpflichtungen gegenüber meinen Mitarbeitern und sonstigen monatlichen Ausgaben nach" – mit diesen Worten hatte sich Boris Becker gegenüber der Süddeutschen Zeitung vergangene Woche in Bezug auf aktuellen Bankrott-Meldungen (

kurier.at berichtete
) verteidigt.

Nun will aber auch ein ehemaliger Geschäftspartner Forderungen in Höhe von über 40 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 36,5 Millionen Euro) gegenüber Becker geltend machen.

Beckers ehemaliger Geschäftspartner fordert 36,5 Millionen

Gemeinsam mit dem ehemaligen Tennis-Profi hatte der Schweizer Metro-Manager Dr. Hans-Dieter Cleven 2004 die Becker-Cleven-Stiftung gegründet. Cleven, der einst als engster Vertrauter des deutschen Sportlers galt, beteiligte Becker damals auch an seiner Tennisfirma Völkl. Die Zusammenarbeit zerbrach nach nur wenigen Jahren.

Nun erhebt Cleven in einer Pressemitteilung Vorwürfe gegen Becker.

"Nachdem kürzlich das Urteil eines Londoner Insolvenzgerichtes öffentlich bekannt geworden ist, wonach dieses Boris Becker als insolvent erklärt hat, sieht sich der Unternehmer und frühere Geschäftspartner von Boris Becker, Dr. Hans-Dieter Cleven ( Zug), gezwungen, seine Forderungen gegenüber Boris Becker auch in diesem Insolvenzverfahren geltend zu machen", heißt es in dem der Presseagentur APA vorliegendem Schreiben.

"Zahlreiche Einigungsversuche wurden von Boris Becker nicht wahrgenommen. Und Rückzahlungsversprechen, die von Boris Becker schriftlich anerkannte Forderung von über 40 Millionen Schweizer Franken innerhalb vereinbarter Fristen zu zahlen, wurden von Boris Becker wiederholt nicht eingehalten."

In seiner Mitteilung beruft sich Cleven auf die von Becker und seinen Anwälten öffentlich gemachten Aussagen, "Boris Becker könne allen Forderungen und den regelmäßigen finanziellen Verpflichtungen voll nachkommen."

Wesentliche Teile der erwarteten Rückzahlungen wolle Hans-Dieter Cleven laut Mitteilung gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung stellen.

Zu den Forderungen seines ehemaligen Geschäftspartners hat Boris Becker bisher noch nicht Stellung genommen.