Wolfgang Böck

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Stars Austropromis
12/16/2020

Wolfgang Böck wegen Corona erstmals froh über sein Alter

Der Schauspieler im Interview über seine Rolle bei der "Licht-ins-Dunkel"-Gala und seine Wünsche für die Zukunft.

von Stefanie Weichselbaum

Es war vor 16 Jahren zur Weihnachtszeit, als Schauspieler Wolfgang Böck (67) zum ersten Mal von der Krankheit "MPS“ hörte. Hierbei handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit. Stoffwechselprodukte werden nicht abgebaut, sondern in Körperzellen gespeichert, die dadurch zerstört werden und zu schweren geistigen und körperlichen Behinderungen führen.

"Ich wurde innerhalb von drei Wochen dreimal mit dieser Krankheit konfrontiert, die ich davor überhaupt nicht kannte. Ich habe das als Wink des Schicksals gesehen, wenn man so möchte“, erzählte der ehemalige "Trautmann“-Darsteller dem KURIER.

Und so kam es dann, dass er Botschafter der "MPS-Gesellschaft“ in Österreich wurde. "Ich habe da einige Begegnungen hinter mich gebracht, die durchaus sehr, sehr berührend waren, weil so manche dieser Menschen auf mich zugekommen sind, auf eine Art und Weise, dass ich ihnen völlig tollpatschig und hilflos gegenübergestanden bin und ich eigentlich derjenige war, der auf eine gewisse Art auch 'behindert’ war“, so Böck über sein Herzensprojekt.

Bei der "Licht ins Dunkel“-Gala am kommenden Sonntag (20.15 Uhr auf ORF III) gibt es eine Live-Auktion zugunsten der "MPS-Gesellschaft“, sowie des Inklusionstheaters "Delphin“. Und Wolfgang Böck wird da auch mitwirken. "Ich werde einen Text lesen, und zwar 'Lametta’. Das ist eine sehr lustige Geschichte, da geht es ums Weihnachtsbaumschmücken. Und singen, na ja, ich habe die Ehre mit der Birgit Denk da ein bisschen im Refrain mitzuträllern“, lacht er.

Kleine Gruppen

Wie wohl in vielen österreichischen Familien wird der Weihnachtsabend bei Wolfgang Böck in diesem Jahr ein wenig anders aussehen. "Weihnachten ist für mich ein Familienfest. Man besucht sich gegenseitig. Die Familie, in die ich eingeheiratet habe, sind gleich einmal 16 Leute. Das wird heuer leider nicht so sein. Wir überlegen, uns in kleinen Gruppen zu treffen und durch Tests vielleicht abzuklären, ob das möglich ist.“

Besonders dankbar ist der Schauspieler in diesem Jahr über sein Alter. "Ich hätte nie gedacht, dass es einmal von Vorteil sein könnte, so und so alt zu sein. Ich habe tatsächlich einen Vorteil gehabt, weil ich Pensionsempfänger bin und dadurch nicht in existenzielle Nöte gekommen bin. Aber für viele andere Kolleginnen und Kollegen ist es natürlich ein Katastrophenjahr.“

So ist auch seine Hoffnung für das neue Jahr naheliegend. "Der Wunsch für 2021 wäre, dass wir Corona so in den Griff bekämen, dass wir wieder alle normal arbeiten können, dass diese Impfung bald da ist und auch funktioniert und angenommen wird. Dass wir bald wieder in einen 'Normalzustand’ kämen, weil so wie es vorher war, wird es, glaube ich, nicht werden, weil ich glaube, dass wir dieses Virus nicht so schnell loswerden.“

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