© Kurier/Juerg Christandl

Stars Austropromis
12/07/2020

"Single-Bells"-Star Mona Seefried: "Ältere Frauen können was"

Die ehemalige "Sturm der Liebe"-Schauspielerin über den TV-Kulthit "Single Bells", Weihnachten und neue Projekte.

von Stefanie Weichselbaum

Alle Jahre wieder brennt der Christbaum am Ende des TV-Kulthits "Single Bells". Vor 22 Jahren flimmerte die Weihnachtskomödie das erste Mal über die heimischen Bildschirme und auch heuer gibt es für das Original und die Fortsetzung "O Palmenbaum" eine große Anzahl an Sendeterminen.

"Luiserl" Mona Seefried (63) würde sich nun noch einen dritten Teil wünschen. "Was ich schön fände, wenn der ORF oder auch deutsche Sender die Idee hätten, dass Erwin Steinhauer (spielt Luiserls Ehemann Joe - Anm.) und ich die nächste Generation wären. Das wäre lustig, wenn wir jetzt die 'Alten' wären und unsere Kinder eben erwachsen", erzählte sie dem KURIER. Denn selbst nach so vielen Jahren wird sie immer noch auf diese Filme angesprochen. "Manchmal sagen mir die Menschen: 'Wir kennen das bei uns in der Familie genau so.' Viele bestätigen dieses Chaos-Weihnachten."

Sehr viel besinnlicher sieht es da bei Mona Seefried privat aus. "Bei uns gab es noch keinen brennenden Weihnachtsbaum und ich mache zwar Gansl am zweiten Weihnachtsfeiertag, aber nicht betrunken", lachte sie. "Wir feiern ganz im Kleinen, gemütlich. Nur mein Ehemann, meine geliebte Tochter und heuer ist auch mein Schwiegersohn dabei. Ein schöner Baum muss natürlich sein. Da bin ich ganz kitschig. Das ist Tradition."

Apropos Tradition und Kontinuität, 13 Jahre lang spielte die gebürtige Wienerin in der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" die Rolle der Charlotte Saalfeld. 2018 stieg sie dort aber aus, "weil die Figur für mich einfach auserzählt war. Es gab nichts Neues mehr. Und ich bin halt eine Schauspielerin, die gerne unterschiedliche Dinge macht, und nebenher konnte ich leider gar nichts anderes machen."

Auch wenn es für freischaffende Künstler durch die Corona-Pandemie gerade nicht rosig aussieht, möchte sich Mona Seefried nicht unterkriegen lassen.

"Ich verstehe nicht, warum die Kultur in einen Topf geschmissen wird mit Fitnesscentern und Saunalandschaften. Da wehre ich mich vehementest, weil ohne Kultur verarmt der Mensch, finde ich."

Aus diesem Grund ist sie umso dankbarer für neue Projekte, wie beispielsweise als eine der weiblichen Hauptrollen im Film „Griechenland“ von Thomas Stipsits und Eva Spreitzhofer.

"Ich bin ja jetzt 63 und es macht mir Spaß, einmal eine Riesenrolle in einem Kinofilm zu machen. Da gehört auch Mut vom Produzenten dazu, aber ich hoffe, dass man doch entdeckt, dass die älteren Frauen doch auch etwas können. Außer Mutti und betrogene Ehefrau."

Und dann wäre da ja auch noch das erste eigene Soloprogramm.

"Das soll nächstes Jahr im Herbst in Österreich herauskommen. Ich erzähle da ganz viel über mein Leben und werde auch sehr viel singen. Es wird ein sehr, sehr persönliches Programm mit Augenzwinkern, aber auch mit ernsten Momenten. Da wird man sehr viel von der Mona Seefried kennenlernen – so auch der Titel ,Gestatten, Mona Seefried’", gab sie schon einmal einen ersten Einblick.

Und ein Wunsch an das Christkind durfte es auch noch sein: "Ich würde wahnsinnig gerne mal historisch drehen, wie zum Beispiel in 'Vienna Blood". Ich gebe die Hoffnung nicht auf."

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.