Regisseur Rudi Dolezal

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Herrlich ehrlich
02/26/2021

Rudi Dolezal lüftet in seinem Buch über Freddie Mercury das Gorilla-Geheimnis

Der Regisseur im "Herrlich ehrlich"-Interview über sein Queen-Buch „My Friend Freddie“ und seine nächsten Projekte.

von Lisa Trompisch

Lange hat er überlegt, ob er das überhaupt machen soll – jetzt war die Zeit reif dafür. Filmproduzent Rudi Dolezal (63) hat ein Buch über „Queen“-Frontman Freddie Mercury geschrieben, das im Spätsommer (wie passend: der legendäre Sänger würde am 5. September 75 Jahre alt) in elf Sprachen erscheinen soll. „My Friend Freddie“ ist nicht einfach nur so dahergesagt, denn Dolezal, der 32 Queen-Videos gedreht hat, gehörte über Jahrzehnte hin zum eingeschworenen „Inner Circle“ der Kultband.

„Ich bin sehr vorsichtig mit dem Ausdruck ‚Freund‘ in der Rock- und Popszene. Ich hatte ja das Privileg, mit sehr vielen zu arbeiten, aber das waren halt Arbeitssituationen. In dieser Szene habe bzw. hatte ich vielleicht fünf Freunde und dazu zählten Freddie Mercury, Keith Richards (77), Wolfgang Ambros (68) und Peter Maffay (71)“, erzählt der renommierte Regisseur im „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“-Gespräch.

Das ganze Interview:

„Ich habe lange überlegt, weil es nicht einfach ist, über einen Freund ein Buch zu schreiben, vor allem wenn der nicht mehr da ist. Aber ich habe mir dann nach mehr als 25 Jahren und nachdem eigentlich schon die Putzfrau und der Chauffeur und alle von Freddie Mercury ein Buch geschrieben hatten, gesagt: Okay, ich habe so viele Geschichten zu erzählen, die niemand kennt, weil niemand dabei war, die den Freddie nicht nur als tollen Performer und Musiker, sondern vor allem auch als tollen Menschen zeigen, dass ich diese Geschichten erzählen möchte.“

Und darin enthüllt Dolezal so lang gehütete Geheimnisse, wie zum Beispiel, welcher Superstar unter dem Gorillakostüm aus dem berühmten Video „I’m Going Slightly Mad“ steckte. Unter „Queen“-Fans (es gibt übrigens 16 Millionen eingetragene) wird ja Elton John ganz groß gehandelt. „Ui, das darf ich dir aber jetzt nicht verraten. Nur so viel, es waren drei berühmte Namen in der Auswahl. Das waren Elton John, David Bowie und Rod Stewart“, so Dolezal schmunzelnd.

Und obwohl 2021 viel im Zeichen von Mercury steht – 20 Jahre-Jubiläum der Statue in Montreux, 50 Jahre offizielles Queen-Jubiläum in der Form, in der sie berühmt geworden sind und Dolezal wird in einer Doku auch Freddies Münchner Jahre genauer beleuchten –, hat der gebürtige Wiener auch noch andere Projekte in Planung.

„Eines, das mich sehr freut, ist, dass es wieder eine Zusammenarbeit mit dem Sender gibt, wo ich eigentlich angefangen habe. Ich bin ein Kind des ORF. Ich erinnere an ‚Ohne Maulkorb‘ oder ‚X-Large‘ oder Musikszene-Sendungen, die ich früher machen durfte. Ich war der erste Langhaarige im österreichischen TV“, lacht er.

„Es ist jetzt aber so, dass ich vertraglich dazu verpflichtet bin, nicht zu sagen, worum es geht, aber ich kann eines sagen: Es ist kein Musikfilm und es ist etwas sehr Unübliches und sehr Aktuelles. Ich wurde da eben angesprochen und das Konzept ist bereits fertig. Es werden auch sehr viele Prominente dabei sein.“ Und seine TV-Doku anlässlich des 50-Jahre-Bühnenjubiläums von Peter Maffay (71) arbeitet er nun zu einem Kinofilm um.

Was Rudi Dolezal heute gerne seinem jüngeren Ich sagen würde und was seine beiden Söhne Ruby und Benni damit zu tun haben, sehen Sie im Video oben.

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