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Melissa Naschenweng über harte Anfänge: "Hatten kein Zimmer zum Schlafen"

Die "Alpenbarbie" reflektiert über ihren bisherigen Werdegang und den Umgang mit Kritikern.
Melissa Naschenweng

Als Melissa Naschenweng einen großen Triumph feierte und ihre Wachsfigur im Madame Tussauds im Wiener Prater enthüllte, blickte sie im KURIER-Gespräch auch auf ihre Anfänge in der Musikbranche zurück, die alles andere als leicht waren.

"Es hat sieben Jahre lang keinen interessiert, aber ich bin geduldig geblieben und es hat sich alles ausgezahlt." Und gerade zu Beginn hat Naschenweng viel mitgemacht. 

"Wenn man sich denkt, ich hab 180 Mal im Jahr gespielt. Das war nicht so, dass es für die Melissa ein gesundes Essen gegeben hat. Da will ich auch keinen Vorwurf machen nachträglich, auf keinen Fall. Aber es war halt so, da kommt man hin, isst ein Schnitzel, isst ein paar Pommes, fährt gleich weiter und schläft nicht. Oder ich habe als Nichtraucherin in unzähligen Raucherdiscos gespielt. Ich hab teilweise um 4 in der Früh Haare gewaschen, bin ins Auto gestiegen und weitergefahren. Wir haben kein Zimmer zum Schlafen gehabt, nur zum Duschen."

Melissa Naschenweng steht neben ihrer Wachsfigur im Madame Tussauds Wien und posiert mit Mikrofon vor dem Schriftzug „Lets celebrate“.

Melissa Naschenweng (li.) neben ihrer Wachsfigur

Das habe sich jetzt aber alles wahnsinnig verändert. "Meistens komme ich einen Tag früher an, ich kann mich gut vorbereiten. Ich esse gesund. Ich mache ein bissl Sport sogar. Ich hab zwar echt viel zu tun, aber bin ganz anders aufgestellt und das liegt einfach daran, wenn man sich selber am Limit erwischt und seinen Körper so kennenlernt, dann weiß man, was man anders machen muss. Und durch diese Erfahrung bin ich leider auch gegangen. Da waren dunkle Stunden dabei, aber wenn man dann noch einmal aufsteht, dann ist man stärker."

Auch, wenn ihr nichts mehr Freude macht als die Musik, verspürt sie einen "Dauerdruck. Mit dem muss man lernen, umzugehen. Es sind immer Erwartungen und ich frage mich auch: ,Ist das Album gut genug? Ist es besser, ist es schlechter?"

Doch mittlerweile kann sie auch mit Kritikerinnen und Kritikern gut umgehen. Da hatte Melissas Oma einen guten Rat parat: "Meine Oma hat immer zu mir gesagt: ,Schatzile, mit Erfolg kontern. Man braucht sich nicht erklären. Einfach am Ball bleiben, hart an sich arbeiten und immer weitermachen.'"

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