Roberto Blanco war der Germknödel

© Puls4/Willi Weber

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03/02/2021

"Masked-Singer"-Germknödel Roberto Blanco: "Bin ein Sänger, der auch Schlager kann“

Aus dem dampfenden Germknödel mit tollem Augenaufschlag stieg Show-Legende Roberto Blanco

von Stefanie Weichselbaum

Wenn’s um den Germknödel geht, dann hat das Rätselraten jetzt ein Ende. Bei der Puls4-Show "The Masked Singer Austria“ wurde nun mehr als nur ein Geheimnis gelüftet.

Erstens, welcher Promi versteckt sich in der dampfenden Süßspeise und zweitens, wie kommt der da bitte hinein und wieder hinaus?

Also: Auf mit dem Mohnhauberl und Applaus für den Schlagerstar Roberto Blanco (83). Kurz vor Enthüllung der Legende herrschte beim Rateteam nahezu Einigkeit. Nur Andy Borg (60) meinte, dass die Stimme für Roberto Blanco „etwas zu jung“ klinge.

Er sorgte in der Tat mit seiner Liedauswahl für reichlich Verwirrung. Von "Cotton Eye Joe“ über Frank Sinatras "Fly Me to the Moon“ bis hin zu der italienischen Arie "Caruso“ von Lucio Dalla. So ungewöhnlich ist das eigentlich gar nicht, wie Roberto Blanco (kubanische Eltern, geboren in Tunesien) dem KURIER erzählt: "Ich habe ja auch einmal Oper studiert, sogar Liederabende gegeben und Operette gespielt. Darum kann ich solche Lieder singen. Das ist für mich nicht neu. Ich sage immer: Ich bin ein Sänger, der auch Schlager kann. Und dass ich vielfältig bin, das habe ich jetzt bewiesen.“

Die freie Auswahl war übrigens auch Bedingung für den oftmaligen Chartstürmer (etwa mit "Ein bisschen Spaß muss sein“, 1972), bei dieser Show mitzumachen. "Ich habe gesagt, ich will die Lieder aussuchen. Das wurde akzeptiert und dann habe ich gesagt: Okay, ich mache mit.“ Von seinem Kostüm war er übrigens vom ersten Moment an begeistert, denn: "Germknödel esse ich gerne und als ich ihn gesehen habe, da habe ich sofort gewusst, in den bin ich verliebt. Er hat mich so süß angesehen und ich dachte: Okay, ich werde in deinen Bauch gehen.“ Und das, obwohl die Fortbewegung in der traditionellen Skihütten-Süßspeise ja nicht gerade einfach war.

"Man musste mich immer auf Position schieben, weil das Ding ja keinen Motor hat. Ich bin drin gesessen und es war ein bisschen eng, aber ich habe gesungen.“

Wenn es um die Identitäten hinter den anderen Masken geht, hat der erfahrene Entertainer keinen blassen Schimmer. "Sie sind ja alle vermummt. Da habe ich wirklich null Ahnung. Ich kannte ja auch Klaus Eberhartinger gut (er schied schon in der ersten Sendung als Wildschwein aus). Wir haben ja zusammengearbeitet, trotzdem hätte ich ihn nie erkannt.“

Generell war die Masken-Show für Roberto Blanco eine willkommene Ablenkung von der Corona-Krise. "Ich muss damit leben, genauso wie wir alle. Eines darf ich nicht vergessen: Es wäre fürchterlich, wenn das der Anfang meiner Karriere wäre. Aber ich bin 65 Jahre dabei.“

Ans Aufhören denkt er dennoch nicht: "Normalerweise müsste ich sagen: Okay, ich ziehe mich zurück, brauche ich nicht mehr. Ich tue das allerdings, weil ich meinen Beruf liebe. Ich freue mich, wenn die Pandemie vorbeigeht und ich wieder vor Publikum singen kann. Es ist toll, wenn man auf eine Bühne geht und die Kraft hat, zu singen, die Kraft hat, zu tanzen. Das fehlt mir. Aber was soll man machen? Man kann es ja nicht ändern.“

Er wartet jedenfalls sehnsüchtig darauf, dass die Krise bald ein Ende findet. "Ich hoffe, dass wir das Virus auf den Mars oder auf den Jupiter jagen und es dann dortbleibt. Ich wünsche allen Gesundheit und für alle, die jetzt schließen mussten, hoffe ich, dass sie danach alle wieder auf die Beine kommen.“

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