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GNTM: Dieser Wiener Fotograf setzt Heidi Klums Models in Szene

Mario Schmolka ist seit der 2. Staffel "Germany’s Next Topmodel" dabei und spricht über die Zusammenarbeit mit Heidi Klum.
Ein Mann mit Sonnenbrille und Lederjacke steht im Vordergrund, im Hintergrund sitzen zwei Personen an Monitoren in einer Wüstenlandschaft.

Am Donnerstag ging das große Finale von Heidi Klums erfolgreicher Castingshow "Germany’s Next Topmodel" über die Bühne.

Ein Wiener mischt seit der zweiten Staffel bei der Show mit, nämlich der Mode- und Porträtfotograf Mario Schmolka. "Damals waren die Fotografen auch noch in der Jury. Zu dieser Zeit hatte ich gerade mein erstes Buch ,Intense’ veröffentlicht. Ich denke, ProSieben ist durch den ziemlich großen GQ-Artikel anlässlich des Buches auf mich aufmerksam geworden", erzählt Schmolka im KURIER-Interview.

Er hat unter anderem schon für die Vogue, L’Officiel oder GQ fotografiert und mit zahlreichen Topmodels gearbeitet. Und da hat ihn zum Beispiel "The Body" Elle Macpherson besonders "mit ihrer Selbstkenntnis und ihrem Gespür für Bewegung und Ausdruck" beeindruckt.

Mit Heidi Klum, von der er sehr viel hält, bildet er ebenfalls ein gutes Team. "Ich hab Heidi noch nie schlecht aufgelegt erlebt, weder zickig noch launisch. Sie war in all den Jahren immer gut drauf, das macht es wirklich einfach, mit ihr zusammenzuarbeiten."

Drei Personen stehen eng beieinander und lächeln in die Kamera, im Hintergrund ist ein Sonnenuntergang zu sehen.

Heidi Klum mit Fotograf Mario Schmolka und Creative Director Thomas Hayo. 

Und natürlich war Schmolka auch im Finale am Start und hat die Nachwuchsmodels bei einem Shooting unter dem Motto "Old Hollywood Glam" perfekt in Szene gesetzt. 

Dass ihm die TV-Kameras bei seiner Arbeit permanent über die Schulter schauen, stört ihn nicht wirklich. "Mit der Zeit gewöhnt man sich an diese Kameras, auch wenn ich naturgemäß gerne lieber hinter der Kamera stehe. Ich muss aber gestehen, dass ich mittlerweile auch wirklich Spaß dabei haben kann", erzählt er.

Mit Unsicherheiten der unerfahrenen Models kann der gebürtige Wiener auch gut umgehen. Man müsse sie einfach mehr führen und lenken. "Ich bin generell jemand, der den Models – egal ob jung oder erfahren – gerne einen Leitfaden, eine Geschichte oder ein Gefühl mitgibt, das ihnen dabei hilft, sich innerhalb des Projekts auf ihre eigene Art auszudrücken."

Ganz wichtig wäre aber, Feedback mitzugeben. "Es hilft, die Unsicherheit abzubauen, und somit bessere Fotos entstehen zu lassen."

Und Schmolka ist sich sicher, dass wirklich jeder lernen kann "vor einer Kamera zu wirken. Und ich denke, dass jeder Mensch interessante Aspekte an sich hat. Allerdings gibt’s definitiv Menschen, die foto- bzw telegener sind als andere. Das hat aber nicht unbedingt etwas mit Schönheit zu tun, sondern eher mit einer gewissen Ausstrahlung, die aber von innen kommt."

Zwei lachende Personen geben sich draußen ein High-Five.

Gutes Team: Seit 2007 setzt Mario Schmolka Heidi Klums Models bei "Germanys’s Next Topmodel" fotografisch in Szene.

Die Porträtfotografie sei überhaupt ein sehr spannendes Feld, mit dem er sich mehr und mehr befasst. Er hat dem sogar einen eigenen Projekt-Titel gegeben, wie er erzählt. 

"'Intimate Portraits" nenne ich diese fortlaufende Serie an Bildern. Ihren Ursprung fand diese Serie bereits bei meinem Bildband "Intense", damals aber nur als Arbeitstitel für sehr intime Aufnahmen von wunderschönen Models. Jetzt allerdings geht es um das Einfangen von spannenden Charakteren und Persönlichkeiten", so Schmolka.

 "Ich denke, dass es in der Porträtfotografie immer um den Austausch von Energien geht und dass eine gegebene Atmosphäre das Schaffen und das Ergebnis beeinflusst. Deshalb kann derselbe Mensch bei zwei verschiedenen Fotografen niemals gleich wirken. Genau das macht die Porträtfotografie gerade in Zeiten von KI so faszinierend und einzigartig. Denn auch wenn KI inzwischen perfekte Bilder erzeugen kann, bleibt ihr eines verwehrt: einen echten, authentischen Moment eines Menschen einzufangen."

Und natürlich hat auch er schon einmal zickige Models am Set erlebt. "Klar gibt es die, und zwar sowohl in weiblicher als auch männlicher Form. Immer schwierig, wenn Leute nicht verstehen, dass es bei Fotoshootings um Zusammenarbeit geht", so der Top-Fotograf. 

"Früher, also zu Blow-up-Zeiten, wurden solche Leute in hohem Bogen aus dem Studio geworfen. Heute unvorstellbar! Ich habe ein super Team, solche Verhaltensweisen werden im Keim erstickt, auf die eine oder andere Weise. Aber glücklicherweise hatte ich das bisher noch nicht allzu oft. Ich denke, wie man in den Wald hineinruft, so kommt es auch zurück. Mit dieser Einstellung bin ich bis jetzt ganz gut gefahren."

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