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05/25/2021

Debütalbum und Kinder hielten Birgit Minichmayr während Lockdown auf Trab

So nette Sonette: Die Schauspielerin Birgit Minichmayr singt jetzt Shakespeare und verrät, wie sie den Lockdown erlebte.

von Stefanie Weichselbaum

Stolze 154 Sonette verfasste William Shakespeare (1564–1616) im Laufe seines Lebens. Neun davon pickte sich die Schauspielerin Birgit Minichmayr (44) nun heraus und packte sie auf eine CD. Aber nicht etwa in gesprochener Form, sondern gesungen. Am Freitag erscheint nun das Album mit dem Titel "As an unperfect actor". Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Pianisten Bernd Lhotzky und der Band Quadro Nuevo realisiert – und da spielte ihnen die Pandemie sogar in die Hände, wie Minichmayr nun gegenüber der APA sagte.

"Corona hat uns die entspannteste Zeit geschenkt, all das zu entwickeln und einzustudieren. Ohne Lockdown hätten wir uns nie so geschmeidig treffen können."

Schon vor einigen Jahren sorgte Minichmayr musikalisch für Aufsehen, denn da sang sie gemeinsam mit dem coolen Frontmann der "Toten Hosen", Campino, das Lied "Auflösen".

"Damals kam jemand von einem Plattenlabel auf mich zu und meinte: 'Lass uns doch Musiker für dich finden, du müsstest doch singen.' Mir erschien diese Idee als viel zu konstruiert, und ich war fast etwas g’schamig dabei. Solche Sachen fallen oder stoßen mir zu, die nehme ich dann als Impuls. Von selber wäre ich nie auf die Idee gekommen, Sonette zu machen oder 'Auflösen' zu singen. Ich lass mich gerne treiben und mitreißen, aber ich bin da nicht proaktiv", erzählte sie.

Die Tatsache, dass Minichmayr ja hauptberuflich Schaupielerin ist, half ihr bei dem Sonett-Unterfangen besonders. "Das hat mir auch die Brücke zu dieser Unternehmung so leicht geschlagen. Wenn Bernd eine Jazzsängerin möchte dafür, dann hat er tausende, die er anrufen kann. Es ging ihm eben auch um eine Form von schauspielerischem Zugang, wie er meinte. Ich komme ja vom Theater."

Auch sonst wurde der Schauspielerin in letzter Zeit keineswegs langweilig. "Ich habe kleine Kinder", lachte sie. "Und Abend für Abend zu Hause zu sein, war für mich ein sehr, sehr schönes Geschenk. Ich musste mir die Zeit nicht totschlagen. Ich habe es einfach sehr genossen."

Und so kam sie auch für eine Weile ganz gut ohne die Bühne aus. "Natürlich übe ich gerne meinen Beruf aus – aber ich kann mich auch mit anderen Sachen beschäftigen. Es war ja ein Zustand, bei dem man sich nicht für immer und ewig verabschieden musste, sondern man wusste ja: Es kommt schon irgendwann wieder. Irgendwann kann man wieder auf die Bühne", meint sie.

Und genau dort steht sie nun wieder als Maria Stuart. Die Inszenierung von Martin Kusej wird am 14. August bei den Salzburger Festspielen Premiere feiern. "Es ist eine gute Fassung, finde ich, die knackig und gut gemacht ist. Wir sind da jetzt erst seit zwei Wochen zugange", erzählt Birgit Minichmayr.

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