Ballerina Karina Sarkissova

© Kurier/KURIER/Philipp Hutter

Stars Austropromis
09/21/2021

Dancing-Stars-Jurorin Karina Sarkissova spricht offen über ihre Depressionen

Die Ballerina hat dunkle Zeiten durchgemacht, freut sich jetzt aber wieder sehr auf "Dancing Stars".

von Lisa Trompisch

Diesen Freitag fängt sie an – die neue Staffel „Dancing Stars“. Und als Jurorin ist auch diesmal Ballerina Karina Sarkissova (bald 38) wieder mit dabei. In der vorigen Staffel musste sie ja die letzten zwei Sendungen aufgrund ihrer Corona-Infektion auslassen, mittlerweile ist die schöne Russin aber wieder vollständig genesen, wie sie dem KURIER erzählt.

Mentale Belastung

„Es war bei mir schon auch so, dass ich einige Monate danach noch relativ komische Sachen gespürt habe in meinem Körper. Was die Lunge betrifft und auch die Kondition. Ich habe zusätzlich zum Balletttraining noch mit einem Personal-Trainer gearbeitet, der meine Kondition langsam aufgebaut hat und die ist jetzt wieder top. Ich freue mich sehr, dass ich es geschafft habe, da wieder raus zu kommen. Es war nicht nur körperlich extrem schwer, sondern auch mental“, sagt sie.

Auch bekennt die Profitänzerin, dass sie während der Lockdowns mit seelischen Problemen zu kämpfen hatte.

„Ich habe unter anderem dadurch, dass wir auch nicht mehr tanzen durften, eine tiefe Depression erlebt, zum ersten Mal in meinem Leben. Das ist natürlich für einen Hochleistungssportler und Künstler eine sehr schwere Sache, die man nicht so leicht übersteht, weil einem auf einmal die Beine abgeschnitten werden. So ein Gefühl hatte ich, als wir plötzlich keine Vorstellungen mehr hatten.“

Therapie

Auch ihr Lebensgefährte, der ebenfalls Tänzer und Vater ihres jüngsten Sohnes Lev (6) ist, hat sehr gelitten. Beide haben sich professionelle Hilfe durch einen Psychotherapeuten gesucht.

„Wir sind abwechselnd hingegangen und das hat uns mental sehr geholfen. Wir haben versucht, zu Hause ein bisschen zu trainieren, so weit es geht. Aber für Balletttraining braucht man viel Raum, einen großen Spiegel und einen entsprechenden Boden für den Spitzentanz. Diese Bedingungen hat niemand zu Hause. Deswegen sind sehr, sehr viele Tänzer durch einen großen Tiefpunkt in ihrem Leben gegangen.“

Jetzt jedenfalls freut sich Karina wieder sehr auf „Dancing Stars“, für sie „die schönste und spontanste Live-Sendung beim ORF.“

Das Beste geben

„Für die Fans ist das ja wie Weihnachten, ein glitzerndes Abenteuer. Deswegen ist das sehr wichtig, dass es die prominenten Kandidaten auch ernst nehmen und auch an die Zuschauer denken und versuchen, dem Publikum durch die Auftritte eine Freude zu machen und wirklich das Beste zu geben“, meint sie.

Und, ganz wichtig: „Auf jeden Fall nicht egoistisch sein und nur versuchen, sich selbst gut zu präsentieren, sondern tatsächlich durch die harte Arbeit tanzen zu lernen. Und Respekt vor dem Tanz haben.“

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