Birgit Denk und Ingrid Thurnher

© ORF/Martin Huettler / FotoHUTT.at

Stars Austropromis
01/11/2021

Hier beginnt sogar Ingrid Thurnher zu singen

Die Sängerin Birgit Denk im Interview über ihr Kultur-TV-Format und die aktuelle Lage für Künstler.

von Stefanie Weichselbaum

"In Zeiten, wo die Leute nicht fortgehen dürfen, wollen wir ihnen einen wunderschönen Platz bieten, wo man das Gefühl haben darf, bei einem Glas Rotwein oder einem Orangensaft dabei zu sein“, sagt Birgit Denk (49) über die neue Staffel von "Denk mit Kultur“.

Ab kommendem Donnerstag (22.30 Uhr in ORF III) begrüßt die Dialektsängerin wöchentlich prominente Gäste an der Bar im Verkehrsmuseum Remise und entdeckt auch verborgene musikalische Talente. "Bei uns müssen alle singen. Ich bin ja der Meinung, dass jeder singen kann, wenn man ihm nur das richtige Lied und eine richtig gute Band zur Seite stellt.“

Und das darf gleich einmal die ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher (58) unter Beweis stellen. "Die Frau Thurnher singt tatsächlich den Udo-Jürgens-Klassiker 'Aber bitte mit Sahne’ und wer dann nicht zum Kühlschrank geht und die letzten Weihnachtskekse isst, dann weiß ich auch nicht“, lacht Denk im KURIER-Gespräch.

Obwohl sie es gut, wichtig und richtig findet, dass Kultur während des Corona-Lockdowns im Fernsehen stattfindet, kann dies ein Live-Erlebnis keineswegs ersetzen. "Wenn ich nicht zum Wirten gehen und dort mit meinen Freunden singen kann, dann schaue ich es mir halt mit der Denk und dem Florian Teichtmeister an. Aber das Erlebnis, sowohl im Gatsch beim Nova Rock als auch in der Volksoper oder einem kleinen Kabarettlokal zu sitzen, ist weder mit Internet noch mit dem Fernsehen zu ersetzen.“

Und wie sehr das Publikum nach Live-Konzerten lechzt, zeigt eine kleine Anekdote von Birgit Denk. "Nach dem ersten Lockdown haben wir die Konzerte, die wir spielen konnten, wesentlich mehr genossen als die Jahre zuvor. Ich war wahnsinnig glücklich über alle, die da waren. Bei den ersten Konzerten haben Menschen im Publikum geweint vor Freude.“

Zum Weinen war Birgit Denk allerdings auch zu Beginn der Coronakrise. "Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin eine von denen, die März, April und Mai in einem relativen Schockzustand erlebt haben. Ich hab’ wirklich, wie der Wiener so sagt, gekiefelt, Ich habe viel telefoniert, viel nachgedacht und einfach geschaut, was das mit mir so tut.“

Im Herbst wurde die Kreativität der Künstlerin dann aber wieder vollends entfacht. "Ich schreibe wieder wahnsinnig viele Texte, möglicherweise sogar für ein neues Album. Das heißt, ich bin nicht die, die zum Kochen, Backen, Stricken angefangen hat, sondern ich habe mich auf meine Grundkompetenz verlassen und die merke ich, will bedient werden.“

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