Angelo Kelly darüber, wie er sich seinen Tod wünscht
Schon Michael Patrick Kelly gewährte auf seinem aktuellen Album Einblicke in sein Seelenleben und sprach offen darüber, wie er damals mit dem Tod seines Vaters umging. Sein Bruder Angelo Kelly schlägt nun ähnliche Töne an – und zwar im doppelten Sinne.
Am 13. Februar erschien sein neues Album "Alive", das es bis auf Platz 3 der heimischen Charts schaffte (in Deutschland stieg die Scheibe sogar auf Platz 2). Darauf gibt sich der 44-Jährige auch sehr nachdenklich und spricht ein Thema an, das in der Gesellschaft immer noch tabuisiert wird: den Tod.
Von Tod des Schwiegervaters beeinflusst
In der NDR-Sendung "DAS! Rote Sofa" sowie bei "3nach9" sprach Kelly über seine neuen Songs und die tiefgreifenden Erlebnisse, die ihn während der Entstehung geprägt haben. Ein zentraler Moment war der Tod seines Schwiegervaters, der nicht nur die Familie, sondern auch Kelly selbst nachhaltig beeinflusste.
"In dem Jahr, in dem ich das Album aufgenommen habe und auch die Songs geschrieben habe, ist viel passiert. Unter anderem ist der Papa von meiner Frau im Sommer verstorben", berichtet Kelly in der NDR-Talkshow. Der Verlust sei für ihn Anlass gewesen, sich über die eigene Sterblichkeit, aber auch das Leben an sich Gedanken zu machen, so das ehemalige Kelly-Family-Mitglied.
"Ich wünsche mir so ein Ende"
Die letzten Wochen vor dem Tod seines Schwiegervaters beschreibt Kelly als eine besondere Zeit, die von intensiver Nähe und Versöhnung geprägt war. "Da wurde so viel ausgesprochen, so viel geheilt und so viel Schönes ist da passiert, dass ich danach völlig beeindruckt war und mir dachte: Detlev, du hast es gerockt!"
Diese Erfahrungen haben ihn dazu inspiriert, sich mit seinem eigenen Lebensende auseinanderzusetzen. "Ich wünsche mir so einen Tod. Ich wünsche mir so ein Ende – alles noch machen zu können, vergeben zu können, versöhnen zu können und schöne Momente", sagte Kelly offen.
Die Auseinandersetzung mit dem Tod seines Schwiegervaters habe Kellys Sicht auf den Mann verändert: "Die Art und Weise, wie er uns in den letzten Wochen zusammengebracht hat, hat mich unheimlich beeindruckt. Ich habe ihn immer irgendwie falsch eingeschätzt", gibt er zu. "Ich hatte ihn lieb, aber er war auch schon speziell."
In "3nach9" betonte er, dass diese Zeit nicht nur eine emotionale Herausforderung, sondern auch eine Quelle der Inspiration für seine Songs war. In diesen gehe es auch um Versöhnung und Vergebung. Diese sind immer möglich, ist der Sänger überzeugt: "Es ist nie zu spät. Selbst in deinem Sterbebett kannst du versöhnen, du kannst vergeben, du kannst um Vergebung bitten bis zum letzten Moment."
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