Juan Carlos von Spanien mit Corinna Sayn-Wittgenstein

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03/23/2020

Agentenkrimi um Juan Carlos von Spanien: Geliebte soll ausspioniert worden sein

Die ehemalige Geliebte von Juan Carlos fühlte sich im Auftrag der spanischen Königsfamilie verfolgt.

von Lisa Trompisch

Der Skandal rund um Spaniens Alt-König Juan Carlos (82) birgt immer mehr Zündstoff. Neben Schmiergeldern, einer Offshore-Stiftung und einem Schweizer Konto soll er auch laut der spanische Zeitung "El País" seiner ehemaligen Geliebten, der deutschen Unternehmerin Corinna Larsen (aufgrund ihrer Ehe mit Prinz Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Sayn galt sie damals als Prinzessin Sayn-Wittgenstein), 2012 ein „unaufgefordertes Geschenk“ gemacht haben.
 

Juan Carlos habe sich angeblich ihr und ihrem Sohn verbunden gefühlt und wollte mit dieser „Spende“ danken, dass sie ihm in einer Zeit beigestanden habe, in der es ihm gesundheitlich schlecht gegangen sei. Die genaue Summe wurde nie genannt. Das spanische Online-Portal "Okdiario" spekulierte über angebliche 65 Millionen Euro.

Corina Larsens Anwalt bestritt, dass seine Klientin etwas mit den Korruptionsvorwürfen zu tun habe.

Jetzt wird es aber noch spannender, denn Frau Larsen behauptet, dass auf sie ein Spion angesetzt wurde. Laut "Daily Mail" sagt sie, dass der frühere Leiter des nationalen Geheimdienstzentrums des Landes, General Félix Sanz Roldán, auf Befehl von Juan Carlos eine Einschüchterungs- und Belästigungskampagne gegen sie durchgeführt haben soll.

Nachdem sie Juan Carlos auf die umstrittene Jagdreise nach Botswana begleitet hatte, habe sie eine SMS von einer Sicherheitsfirma bekommen, in der stand, dass ihre „Freunde in Spanien“ darum gebeten hätten, sich um sie zu kümmern und deshalb französische Fremdenlegionäre in ihre Wohnung in Monaco gebracht worden seien.

Kleiner Rückblick: 2012 ging Juan Carlos während der Wirtschaftskrise heimlich auf Elefantenjagd und brach sich dort die Hüfte. Prinzessin Corinna war mit von der Partie. „Ich bitte um Verzeihung, es wird nie wieder vorkommen“, sagte er damals, als er nach der OP aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

In ihrer eidesstattlichen Erklärung, die angeblich dem "Sunday Telegraph" vorliegt, glaubt sie, dass die besagte Sicherheitsfirma von Roldán als Deckmantel angeheuert wurde, um ihre Wohnung nach allem zu durchsuchen, was dem König peinlich sein könnte. 2012 traf sie sich nach ihren Angaben mit Roldán in London, wo er sie weiter bedroht haben soll.

Corinna Larsen berichtete auch von mehreren  unerklärlichen Einbrüchen in ihrer britischen Wohnung. Félix Sanz Roldán bestreitet alle Vorwürfe.

Sowohl er, als auch die spanische königliche Familie lehnte laut Daily Mail eine Stellungnahme ab.