Bernhard Gruber haben heute die wenigsten auf der Rechnung gehabt. 

© REUTERS/LISI NIESNER

Sport Wintersport

WM-Silber in der Kombination für Oldie Bernhard Gruber

Der Salzburger muss sich im Schlusssprint nur dem Norweger Riiber geschlagen geben. Rehrl verpasst als Vierter das Podest.

02/28/2019, 03:40 PM

Auch im dritten Kombinationsbewerb haben Österreichs Kombinierer bei der Nordischen Heim-WM in Seefeld eine Medaille geholt. Ex-Weltmeister Bernhard Gruber musste sich am Donnerstag im Normalschanzenbewerb nur dem Norweger Jarl Magnus Riiber um 1,4 Sekunden geschlagen geben. Bronze ging an den Japaner Akito Watabe (+4,6 Sek.). Der Steirer Franz-Josef Rehrl (29,8) wurde Vierter.

Gruber hatte mit Rehrl bereits im Team-Sprint von der Großschanze Bronze geholt. "Das gibt es gar nicht, dass das jetzt wahr ist. Danke an alle, die mich unterstützt haben. Es ist so schön, unglaublich", betonte der 36-jährige Salzburger, der erst im letzten Moment die WM-Qualifikation geschafft hatte. Es war die bereits achte WM-Medaille (je drei Gold und Silber sowie zwei Bronze) für Gruber.

"Es war für mich von Anfang an ein bisserl zach, ich habe alles probiert. Ich habe gut mit Akito zusammengearbeitet, bin noch zum Jarl herangekommen, aber der ist ein Fuchs. Ich habe zum Schluss noch Power gehabt, es ist echt knapp worden. Es ist so schön, ich kann es gar nicht beschreiben. Danke an die Serviceleute, der Ski ist gelaufen wie die Feuerwehr", konnte der Routinier sein Glück kaum in Worte fassen. 

Bernhard Gruber im Porträt:

Deutsche gingen leer aus

Rehrl, der mit Bronze im Großschanzenbewerb die erste Medaille für den ÖSV in Seefeld erobert hatte, war auch mit Platz vier "voll zufrieden" und freute sich für seinen ÖSV-Teamkollegen. "Berni war auf der Schanze schon bärenstark, und in der Loipe weiß man es sowieso, dass er es kann. Absolut verdient diese Medaille für ihn", meinte der 25-Jährige. Mario Seidl (44,3) wurde Siebenter, WM-Debütant Martin Fritz (1:21,5) 15.

Seidl war mit seinem Lauf "echt sehr zufrieden". Dennoch trauerte er der verpassten Medaillenchance nach: "Schade ist, dass ich die nötigen Meter auf der Schanze liegen gelassen habe. Ich habe gewusst, es geht um alles, aber auf der Schanze habe ich zu viel aufgerissen für meine Verhältnisse".

Fritz freute sich, dass er dabei sein durfte. "Auf der Schanze habe ich ein bisschen was liegen gelassen, bin aber dann ein gutes Rennen gelaufen und habe den Eric Frenzel hinter mir gelassen. Es war brutal heiß, ich habe mir extra den Rennanzug abgeschnitten", sagte der 24-Jährige. 

Serie beendet

Der 21-jährige Riiber beendete die deutsche Erfolgsserie bei Großereignissen. Die DSV-Kombinierer hatten vorher bei der WM 2017 in Lahti, bei Olympia 2018 in Pyeongchang und nun in Seefeld insgesamt neun Medaillenentscheidungen en suite gewonnen.

"Es zeigt, wie schwierig dieser Sport ist. Im Sprint hatte ich Glück, dass nur Akito und Gruber da waren. Ich habe gewusst, dass ich der beste Sprinter bin, das konnte ich ja schon mehrfach zeigen und hatte deshalb viel Selbstvertrauen", sagte Riiber. 

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