Zwei Fehler zu viel: Auch Lisa Hauser spielte der Wind böse mit

© EPA/ANTONIO BAT

Sport Wintersport
02/13/2021

Vom Winde verweht: Biathletin Lisa Hauser Neunte im WM-Sprint

Die Norwegerin Tiril Eckhoff sichert sich Gold. Am Sonntag stehen die Verfolgungsrennen der Damen und Herren auf dem Plan

Pokljuka ist ein trĂŒgerisches Winterwunderland in diesen Tagen: Die HochflĂ€che nahe Bled sorgt fĂŒr traumhafte Bilder, aber auch fĂŒr kleine AlbtrĂ€ume. Die KĂ€lte lĂ€sst die Finger klamm werden, der leicht böige und drehende Wind macht das Schießen zur Lotterie. Eine ungute Kombination fĂŒr eine Biathlon-WM, viele sah man die Arme vor dem Besuch am Schießstand noch einmal rotieren, um Muskulatur und Gelenke zu lockern und irgendwie vernĂŒnftig zielen zu können.

Auch am sonnigen Samstag war es wieder so, die Damen absolvierten bei elf Grad unter dem Gefrierpunkt ihren Sprint, und Lisa Hauser ging mit dem RĂŒckenwind ihres mit Silber belohnten Auftritts in der Mixed-Team-Staffel vom Mittwoch in die 7,5 Kilometer lange Skating-PrĂŒfung.

Ein Fehlschuss beim letzten Versuch im Liegend-Anschlag bescherte der Tirolerin, die den JĂ€nner so dominiert hatte, eine Strafrunde. Und eine weitere handelte sich die KitzbĂŒhelerin mit einem misslungenen vierten Schuss beim abschließenden Stehendschießen ein.

„Es war echt brutal kalt, aber ich bin Gott sei Dank gut durchgekommen. In der Spur war’s eigentlich noch schwieriger als am Schießstand, umso mehr Ă€rgern mich heute die beiden Fehler. So ist es zwar eine gute Ausgangslage fĂŒr morgen, aber ich Ă€rger’ mich trotzdem.“ 50,5 Sekunden fehlten der Neunten schließlich auf die norwegische Siegerin Tirol Eckhoff, die sich am Schießstand auffallend viel Zeit gelassen hatte und dafĂŒr mit fehlerfreien Auftritten belohnt wurde. Auf den PlĂ€tzen: die Französin AnaĂŻs Chevalier-Bouchet (1 Fehler/+12,0 Sekunden) und Hanna Sola aus Belarus (0/+14,4 Sekunden).

Auch Dunja Zdouc haderte mit ihren Besuchen am Schießstand, zwei Fehler stehend und 1:59,1 Minuten RĂŒckstand brachten Platz 37 („Schade“) unmittelbar vor Katharina Innerhofer (3/+2:05,7), Julia Schwaiger (3/+2:54,8) wurde 63.

Am Sonntag geht die WM mit den Verfolgungsrennen der Damen (15.30 Uhr) und Herren (13.15 Uhr) weiter.

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