Verlässlich: Marion Kreiner fühlt sich vor Heimpublikum wohl. Zuletzt war sie drei Mal erfolgereich.

© APA/BARBARA GINDL

Snowboard
12/17/2014

Kreiner peilt den zweiten Erfolg an

Nach dem Auftaktssieg in Carezza will die Steirerin im Montafon nachlegen.

von Christina Pertl

Perfekter hätte die Saison für Marion Kreiner nicht beginnen können, als mit einem Sieg. Die 33-jährige Steirerin war am Dienstag in Carezza in Südtirol die schnellste Dame im Parallel-Universum der Snowboarder. Kaum war der erste Riesentorlauf der WM-Saison Geschichte, dachte Kreiner auch schon an die nächste Weltcup-Station, die erste in der Heimat. Am Donnerstag und Freitag stehen im Montafon die ersten Slalom-Entscheidungen bei Damen und Herren auf dem Programm (13.15 Uhr, live ORFeins). Am Freitag folgt die Premiere im Mixed-Teambewerb.

"Es fühle mich gut und habe auch im Slalom gut gearbeitet. Es ist natürlich super, dass wir jetzt noch zwei Bewerbe dazubekommen haben", sagt Kreiner. Der Weltcup in Vorarlberg wurde nur deshalb ins Programm aufgenommen, weil für die Crosser nicht genug Schnee gefallen war. Für die Rennen der Parallel-Boarder reicht die Unterlage aber aus.

Guter Boden

Auf heimischem Boden fühlt sich die Steirerin wohl. Drei Mal in Folge stand sie zuletzt bei den Slaloms in Bad Gastein auf dem Podest. Gute Voraussetzungen nicht nur für den Weltcup, sondern vor allem für die Weltmeisterschaft 2015 am Kreischberg und im Lachtal ( 15. bis 25. Jänner). "Die Gegend da oben liegt mir ganz gut", sagt Kreiner, ein breites Grinsen begleitet ihre Worte. 2002 gab sie auf der WM-Strecke in der Obersteiermark ihr Weltcup-Debüt (damals im Snowboardcross).

Für das Saisonhighlight hat sich die Olympia-Bronze-Gewinnerin von Vancouver (2010/Parallelslalom) und Fünfte von Sotschi einiges vorgenommen. Wie sich ein Weltmeistertitel anfühlt, weiß die Steirerin seit 2009 (RTL) nur zu gut.

Nach der Olympia-Saison 2014, der zwölften im Weltcup, hat Kreiner einiges verändert. Trainiert wurde im Sommer in Graz mit einer bunt-gemischten Trainingsgruppe. "Veronika Windisch (Anm.: Österreichs erfolgreichste Shorttrackerin) ist zum Beispiel dabei. Aber einige trainieren auch für diese Crashed-Ice-Tour", erzählt sie. "Das sind Leute, die gerne an ihre Grenzen gehen." Der Mix scheint der Steirerin zu gefallen.

Was für Kreiner die WM ist, sind für den amtierenden Gesamtweltcup-Sieger Lukas Mathies die Rennen im Montafon: ein Heimspiel. "Ein Weltcup vor der eigenen Haustüre ist etwas ganz Besonderes", sagt der 23-jährige Vorarlberger, der mit dem Ergebnis beim Auftakt in Carezza nicht zufrieden war. Wie viele Teamkollegen war Mathies bereits in der Qualifikation gescheitert.

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