Sport | Wintersport
26.11.2017

Sensationssieg des Slowenen Damjan, Kraft nur 13.

Die Österreicher schaffen es nicht in die Top Ten.

Stefan Kraft hat immer gewusst, dass das einmal passieren würde. Dass der Tag und der Sprung kommen würden, an dem er, der Überflieger und Superstar des vergangenen Winters, wieder einmal auf ein Normalmaß gestutzt wird. "Mir war klar, dass es nicht immer in dieser Tonart weitergehen wird", erklärte der Pongauer, der in den letzten 16 Weltcup-Springen 14 Mal zielsicher auf dem Podest gelandet war.

Aber genau in diesem Moment, in dem sich Kraft seit Langem wieder einmal eine Schwäche erlaubte, zeigte sich zugleich die Stärke des Gesamtweltcupsiegers. So manch anderen Springer hätte ein missratener Versuch, wie ihn Kraft im ersten Durchgang zeigte (26. mit 126 Meter) wohl aus der Bahn geworfen, nicht aber den amtierenden Doppelweltmeister: Im Finaldurchgang präsentierte sich der 24-Jährige dann schon wieder in alter Stärke und stellte mit 145 Metern die Tageshöchstweite auf.

Mit diesem Sprung in gewohnter Manier betrieb Stefan Kraft auf der Rukatunturi-Schanze in Kuusamo Schadensbegrenzung und verbesserte sich noch auf den 13. Rang. Das reichte freilich nicht, um beim zweiten Saisonbewerb der beste Österreicher zu werden: Manuel Fettner (134,5 bzw. 138,5 Meter) wurde vor seinem Teamkollegen Zwölfter.

Eines zeigt sich derweil bereits zu Beginn der Saison: Die Dichte und der Kreis der Sieganwärter im Skispringen ist deutlich größer geworden. Nachdem bereits beim Auftaktspringen in Wisla der Japaner Junshiro Kobayashi für eine Überraschung gesorgt hatte, gab es nun in Finnland einen weiteren Sieger, den niemand auf der Rechnung hatte. Der slowenische Routinier Jernej Damjan (34) bejubelte seinen zweiten Weltcupsieg.

Und Stefan Kraft? Der hat schon vor dieser Saison gewusst: "So ein Lauf, wie ich ihn im letzten Jahr hatte, muss erst wieder passieren."

Weltcup-Skispringen in Kuusamo:

1.

Jernej Damjan (SLO)

301,4

(140,0/142,0)

2.

Johann Andre Forfang (NOR)

298,6

(136,5/142,0)

3.

Andreas Wellinger (GER)

293,0

(140,0/140,0)

4.

Daniel-Andre Tande (NOR)

292,7

(138,5/138,5)

5.

Markus Eisenbichler (GER)

284,3

(133,5/139,5)

6.

Richard Freitag (GER)

284,0

(134,5/138,5)

7.

Robert Johansson (NOR)

283,1

(138,5/135,5)

8.

Dawid Kubacki (POL)

282,0

(138,0/135,0)

9.

Stephan Leyhe (GER)

281,1

(136,5/135,5)

10.

Junshiro Kobayashi (JPN)

280,7

(137,0/134,5)

11.

Piotr Zyla (POL)

279,4

(138,0/134,0)

12.

Manuel Fettner (AUT)

279,0

(134,5/138,5)

13.

Stefan Kraft (AUT)

276,7

(126,0/145,0)

14.

Pius Paschke (GER)

269,5

(134,5/132,0)

15.

Taku Takeuchi (JPN)

267,6

(130,0/136,0)

16.

Maciej Kot (POL)

265,2

(126,5/135,0)

17.

Anze Semenic (SLO)

261,3

(128,5/135,5)

18.

Karl Geiger (GER)

260,8

(134,5/126,5)

19.

Simon Ammann (SUI)

258,3

(132,0/130,0)

20.

Kamil Stoch (POL)

258,1

(126,0/138,0)

21.

Stefan Hula (POL)

257,9

(127,0/137,5)

22.

Halvor Egner Granerud (NOR)

257,7

(128,5/135,0)

23.

Peter Prevc (SLO)

257,6

(125,5/136,0)

24.

Denis Kornilow (RUS)

254,3

(127,0/134,0)

25.

Michael Hayböck (AUT)

251,9

(127,5/133,5)

26.

Antti Aalto (FIN)

246,3

(131,5/125,0)

27.

Clemens Aigner (AUT)

246,0

(125,0/131,5)

28.

Manuel Poppinger (AUT)

242,6

(134,0/118,0)

29.

Tilen Bartol (SLO)

208,6

(132,5/104,5)

30.

Jakub Wolny (POL)

208,1

(124,0/114,0)

nicht für das Finale qualifiziert u.a. 40. Markus Schiffner (AUT); nicht für den Bewerb qualifiziert u.a.: Daniel Huber (AUT)