Sport | Wintersport
17.12.2017

Kraft als einziger ÖSV-Adler in Tournee-Form

Der 24-Jährige springt in Engelberg aufs Stockerl.

Es war wohl noch nie so leicht, ins Aufgebot für die Vierschanzentournee zu springen. Österreichs Springer präsentierten sich bei der Generalprobe in Engelberg – mit einer Ausnahme – dermaßen desolat, dass Heinz Kuttin nun für den ersten Saisonhöhepunkt Athleten nominieren muss, denen in früheren Jahren die Zuseherrolle gewiss gewesen wäre. Gäbe es nicht Stefan Kraft, die Österreicher wären komplett verloren.

Der Doppelweltmeister ist der einzige ÖSV-Springer, der in diesem Winter etwas gegen die Weltspitze ausrichten kann, wie nicht zuletzt der dritte Platz hinter dem deutschen Weltcupleader Richard Freitag und Kamil Stoch (POL) bei der Generalprobe bewies. Seine Teamkollegen empfahlen sich hingegen nicht für einen Startplatz bei der Tournee.

Der zweitbeste Österreicher, Manuel Poppinger, war unmittelbar vor seinen Kollegen Manuel Fettner und Michael Hayböck auf Rang 25 zu finden, Gregor Schlierenzauer konnte sich erneut nicht für den Finaldurchgang qualifizieren.

Normalerweise wäre der Tiroler damit kein Thema für die Tournee, doch man darf davon ausgehen, dass der zweifache Tourneesieger von Cheftrainer Heinz Kuttin nominiert wird, weil Schlierenzauer bisher zumindest in den Qualifikationsdurchgängen überzeugen konnte.

Damen: Hölzl in Hinterzarten Siebente

Im Damenbewerb in Hinterzarten schaffte Chiara Hölzl mit Rang sieben ihr bestes Saisonergebnis. Der Sieg im vierten Saisonbewerb ging in überlegener Manier an die Norwegerin Maren Lundby, die sich vor der Deutschen Katharina Althaus und der früheren Seriengewinnerin Sara Takanashi aus Japan durchsetzte.

In der Gesamtwertung führen vor der Weihnachtspause Lundby und Althaus nach je zwei Siegen und zweiten Rängen ex aequo. Hölzl ist Elfte.