Ski-WM: Gold und Silber für Österreich im Riesenslalom

Alpine Skiing - FIS Alpine Skiing World Championsh
Foto: REUTERS/STEFANO RELLANDINI Geschafft: Marcel Hirscher ist RTL-Weltmeister.<br />
 

Marcel Hirscher gewinnt vor dem Überraschungsmann Roland Leitinger. Schrecksekunde: Kamerasturz in der Pause.

Freudentag für den Österreichischen Skiverband bei der Ski-WM in St. Moritz: Marcel Hirscher (der Weltmeister im Interview) gewann Gold im Riesenslalom, zudem ging auch Silber an Österreich. Hirscher distanzierte seinen Salzburger Landsmann Roland Leitinger um 0,25 Sekunden, der Norweger Leif Kristian Haugen lag als Bronze-Gewinner 0,71 zurück.

Philipp Schörghofer - zur Halbzeit des Rennens noch Zweiter hinter Hirscher - wurde Fünfter.


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Schrecksekunde

Als wäre so eine Ski-WM nicht schon stressig genug, sorgte die PC-7-Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe am Freitagmittag für eine gewaltige Schrecksekunde: Der erste Durchgang des Herren-Riesenslaloms war gerade beendet, als eines der Flugzeuge ein Seil der Wingcam touchierte, die über den Pisten schwebt und so beeindruckende Aufnahmen geliefert hat. Ein Tragseil wurde durchtrennt, die Kamera krachte in den Zielraum.

Alpine Skiing - FIS Alpine Skiing World Championsh Foto: REUTERS/RUBEN SPRICH Glück im Unglück: Niemand wurde verletzt. Doch der Start des zweiten Laufs verzögerte sich aufgrund der Aufräumarbeiten um eine halbe Stunde. Denn das zurückschnellende Seil schnalzte auf den Sessellift entlang der Piste. Die Anlage musste gestoppt werden, die Athleten saßen 20 Minuten im Lift fest, so auch Hirscher und Schörghofer.

Um 13.30 Uhr konnte dann doch endlich gestartet werden, und Marcel Hirscher ist seit Freitag um 14.20 Uhr erstmals Riesenslalom-Weltmeister. Der konstanteste Techniker der letzten Jahre, der 2013 schon WM-Gold im Slalom geholt hatte und 2015 Weltmeister in der Kombination war, erreichte damit bei wechselnden Lichtverhältnissen den nächsten Meilenstein seiner großen Karriere.

"Halleluja, Oida!"

Alpine Skiing - FIS Alpine Skiing World Championsh Foto: REUTERS/STEFANO RELLANDINI Schon bei Halbzeit führte der 27-Jährige 26 Hundertstelsekunden vor seinem Salzburger Kollegen Philipp Schörghofer, der gerade noch rechtzeitig seine Kniereizung in den Griff bekommen hatte. Roland Leitinger raste mit Startnummer 22 auf den sechsten Halbzeitrang: "Wir haben einfach gemacht, was wir können. Und das ist Gas geben." Und als der 25-jährige Salzburger im Finale die Zwischenführung übernahm, da entfuhr ihm ein lautes "Halleluja, Oida!"

Konkurrent um Konkurrent fiel hinter Leitinger zurück, auch Philipp Schörghofer – nur Hirscher brachte noch einen Vorsprung von 0,25 Sekunden ins Ziel. Leitinger erntete sensationell Silber, Bronze ging an Haugen.

Nachdem er sich zuletzt mit den Medien angelegt hatte, zeigte sich Hirscher sehr erleichtert. Er habe sich auch nicht genug wertgeschätzt gefühlt, was seine Leistungen der letzten Jahre betrifft, gibt der Salzburger zu. 

Hinsichtlich des am Sonntag stattfindenden Slalom-Rennens ist sich Hirscher sicher, dass die Gold-Medaille nun sehr viel Druck von ihm nehmen würde.

(kurier) Erstellt am
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