ÖSV-Watschn in Madonna: "Das hat mit Slalomfahren nichts zu tun"

Fabio Gstrein kommt in dieser Saison nicht in Fahrt. Im Slalom von Madonna war schon im ersten Durchgang Endstation
Das österreichische Slalom-Team ist in diesem Winter völlig von der Rolle. Auch in Madonna reichte es zu keinem Top-Ten-Platz. Der Sieg ging an Clement Noel.

Für das österreichische Herren-Team hagelt es in dieser Saison im Slalom eine Abfuhr nach der anderen. Auch in Madonna di Campiglio wurden die Österreicher zu Statisten degradiert und landeten im geschlagenen Feld.

Michael Matt wurde beim Sieg des Franzosen Clement Noel als bester Österreicher Zwölfter. 

Damit hat die stolze Skination Österreich nach fünf Slaloms nur einen 6.Rang (Dominik Raschner in Gurgl) zu Buche stehen - eine magere Ausbeute.

Auf den klassischen Slalom-Hängen würden die ÖSV-Slalomläufer dann endlich ihre Klasse ausspielen können, hatten die österreichischen Trainer nach den Flops bei den ersten Slaloms betont.

Mitnichten: Die Österreicher fahren im Moment im Slalom hinterher und können das Tempo der Allerbesten nicht mithalten.

Das ist die ernüchternde Analyse einen Monat vor den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina.

Michael Matt war in Madonna der beste Österreicher

Michael Matt war in Madonna der beste Österreicher

Im österreichischen Slalom-Team gibt derweil die EAV den Ton an: Die Ernste allgemeine Verunsicherung.

Die Probleme ziehen sich wie ein roter Faden durch die rot-weiß-rote Mannschaft. Das wurde in Madonna erneut augenscheinlich - dabei hätte ein ÖSV-Trainer den zweiten Lauf gesetzt.

Manuel Feller kam nicht ins Ziel

Manuel Feller kam nicht ins Ziel

Manuel Feller scheiterte im anspruchsvollen zweiten Lauf, den sein eigener Trainer ausgeflaggt hatte. Der Slalom-Weltcupsieger von 2023/'24 wartet damit in dieser Saison noch auf seinen erste Platzierung in den Top Ten

Zerknirschter Schwarz

Für Marco Schwarz war auf dem Hang, auf dem er im Dezember 2023 seinen letzten Slalomsieg gefeiert hatte, überhaupt schon im ersten Durchgang Endstation. 

"Das hatte mit Slalomfahren nichts zu tun", ärgerte sich der Kärntner.

Dominik Raschner fädelte ein und kam damit in den ersten fünf Saison-Rennen nur einmal in die Wertung. Auch Joshua Sturm landete auf dem Hosenboden.

Ein Sorgenkind im österreichischen Slalom-Team bleibt derweil Fabio Gstrein. Im letzten Winter schien es mit zwei Podestplätzen, als hätte sich der Ötztaler in der Weltspitze etabliert.

Aus im 1.Durchgang

In dieser Saison folgte aber ein Rückfall ins Mittelmaß: In den ersten vier Slaloms kam der 28-Jährige über einen zehnten Platz nicht hinaus. In Madonna rutschte Fabio Gstrein nach einer völlig verpatzten Fahrt bereits im ersten Durchgang aus dem Kurs.

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