Verirrt: Mikaela Shiffrin zeigte ein fast schon vergessenes Gesicht. Und sah sich in ihren Ansichten zu ihren Erfolgen bestätigt. 

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Sport Wintersport
12/17/2019

Debakel für Mikaela Shiffrin und ÖSV-Damen beim Courchevel-RTL

Mikaela Shiffrin holt ihr schlechtestes Resultat seit dem 7. März 2014. Ricarda Haaser wird als 15. beste Österreicherin.

von Stefan Sigwarth

„Es wäre gemein den anderen gegenüber, immer zu erwarten, dass ich auf dem Podest stehe. Denn die machen auch einen tollen Job und können gut fahren.“

Mikaela Shiffrin war bedient an diesem föhnigen Dienstagmittag in Courchevel. Da hatte die Amerikanerin auf den Parallelslalom in St. Moritz verzichtet, um ihre Energiereserven zu schonen – und dann beendete sie den Riesenslalom auf dem 17. Rang.

„Es ist so, wie ich es schon so oft gesagt habe: Wenn ich auf dem Podest lande, ist immer auch Glück dabei. Gewinnen ist nicht selbstverständlich“, erklärte die Gewinnerin von 62 Weltcuprennen. Um einzuordnen, was da an diesem Dienstag passiert ist: Am 9. Dezember 2017 (!) war Shiffrin 20. im Super-G in St. Moritz. Und in einem Riesenslalom war sie zuletzt am 7. März 2014 (!) in Åre schlechter, nämlich auf Platz 24.

Wie viele Reserven die 24-Jährige noch hat, werden die nächsten Tage zeigen – erstmals will Shiffrin am Wochenende in Val d’Isère Abfahrt und Kombi fahren statt wie gewohnt zu pausieren.

Vorne setzte Federica Brignone fort, was ihre Landsfrau Marta Bassino in Killington gestartet hat, nämlich eine italienische Siegesserie. Es war ihr elfter Erfolg im Weltcup. „Es läuft schon seit dem Sommer großartig“, sagte die 29-Jährige aus dem Piemont, die nun im Riesenslalom-Weltcup führt.

SKI-ALPINE-FRA-WORLD-WOMEN-GIANT-SLALOM-PODIUM

Eine Überraschung

Vier Hundertstelsekunden war Brignone schneller als die Norwegerin Mina Fürst Holtmann, die ihre bislang beste Platzierung holte. Ausgesprochen wird ihr Name übrigens „Mina Fischt Holtmann“, wie sie erklärte. „Ich werde älter und weiser“, sagte die 24-Jährige. 2014 und 2015 war sie drei Mal Junioren-Weltmeisterin in Super-G beziehungsweise in der Abfahrt, danach verpasste sie zwei Winter wegen eines Beinbruchs und Rückenproblemen. Dritte wurde Wendy Holdener, eine Premiere für die 26-jährige Schweizerin im Riesenslalom.

Die Österreicherinnen hatten abermals nichts mit der Entscheidung zu tun, beste war noch Ricarda Haaser auf Platz 15. „Vom Fahren her hat es sich nicht so schlecht angefühlt, ich hatte gedacht, es müsste passen“, sagte die 26-jährige Tirolerin. Doch die Zeitmessung spuckte 1,35 Sekunden Rückstand aus. „Immerhin hab’ ich jetzt nach zwei Ausfällen wieder einmal angeschrieben. Denn ansonsten könnte es in der Startliste auch ganz schnell weit nach unten gehen.“

Endstand des Damen-Riesentorlaufs:

1.

Federica Brignone (ITA)

2:12,59

Min.

1:07,28

1:05,31

2.

Mina Fürst Holtmann (NOR)

2:12,63

+0,04

1:07,15

1:05,48

3.

Wendy Holdener (SUI)

2:13,03

+0,44

1:07,52

1:05,51

4.

Petra Vlhova (SVK)

2:13,07

+0,48

1:07,31

1:05,76

.

Viktoria Rebensburg (GER)

2:13,07

+0,48

1:07,66

1:05,41

6.

Sara Hector (SWE)

2:13,18

+0,59

1:07,62

1:05,56

7.

Marta Bassino (ITA)

2:13,36

+0,77

1:07,25

1:06,11

8.

Maria Therese Tviberg (NOR)

2:13,45

+0,86

1:08,28

1:05,17

9.

Marlene Schmotz (GER)

2:13,48

+0,89

1:08,67

1:04,81

10.

Alice Robinson (NZL)

2:13,57

+0,98

1:07,64

1:05,93

11.

Tessa Worley (FRA)

2:13,80

+1,21

1:07,99

1:05,81

12.

Coralie Frasse Sombet (FRA)

2:13,81

+1,22

1:08,03

1:05,78

13.

Lara Gut-Behrami (SUI)

2:13,82

+1,23

1:07,99

1:05,83

14.

Meta Hrovat (SLO)

2:13,88

+1,29

1:08,16

1:05,72

15.

Ricarda Haaser (AUT)

2:13,94

+1,35

1:08,16

1:05,78

16.

Sofia Goggia (ITA)

2:14,08

+1,49

1:09,15

1:04,93

17.

Mikaela Shiffrin (USA)

2:14,24

+1,65

1:08,48

1:05,76

18.

Katharina Truppe (AUT)

2:14,37

+1,78

1:08,23

1:06,14

19.

Kristin Lysdahl (NOR)

2:14,48

+1,89

1:08,23

1:06,25

20.

Thea Louise Stjernesund (NOR)

2:14,61

+2,02

1:09,40

1:05,21

21.

Katharina Liensberger (AUT)

2:14,74

+2,15

1:08,40

1:06,34

22.

Kaja Norbye (NOR)

2:14,78

+2,19

1:09,00

1:05,78

23.

Eva-Maria Brem (AUT)

2:14,83

+2,24

1:08,31

1:06,52

24.

Alexandra Tilley (GBR)

2:14,96

+2,37

1:08,86

1:06,10

25.

Tina Robnik (SLO)

2:15,12

+2,53

1:08,98

1:06,14

26.

Ana Bucik (SLO)

2:15,24

+2,65

1:09,25

1:05,99

27.

Aline Danioth (SUI)

2:15,29

+2,70

1:09,26

1:06,03

28.

Irene Curtoni (ITA)

2:15,38

+2,79

1:09,14

1:06,24

29.

Michelle Gisin (SUI)

2:15,41

+2,82

1:09,41

1:06,00

30.

Marie-Michele Gagnon (CAN)

2:19,86

+7,27

1:09,12

1:10,74

Ausgeschieden im 1. Durchgang u.a.: Clara Direz (FRA), Leona Popovic (CRO), Ylva Staalnacke (SWE)

Nicht für den 2. Durchgang qualifiziert u.a.: 32. Ramona Siebenhofer, 34. Anna Veith, 43. Elisa Mörzinger und Franziska Gritsch, 46. Katharina Huber (alle AUT)

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