Kjetil Jansrud ist längst aus den Skispuren seines großen Landsmanns Aksel Lund Svindal gefahren.

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Jansrud rast in Lake Louise zum Double
11/30/2014

Jansrud rast in Lake Louise zum Double

Der Norweger gewinnt nach der Abfahrt auch den Super-G. Matthias Mayer wird Zweiter.

Einfach schön locker fahren: So hatte Kjetil Jansrud sein Motto für das zweite Speed-Rennen der Saison beschrieben. Der norwegische Abfahrtssieger des Vortages wirkte vor dem ersten Super-G gewohnt locker und fröhlich, war sich aber einer Sache bewusst: "Ein Doppelsieg wird sicher schwierig."

Schwierig ja, unmöglich nein. Der 29-jährige Super-G-Olympiasieger kam auch im zweiten Rennen in Lake Louise mit den frostigen Bedingungen bei minus 30 Grad am besten zurecht. Seinen ersten Verfolger hatte Jansrud selbst als größten Favoriten auf den Sieg genannt: Den Kärntner Matthias Mayer, der vor Dominik Paris (It) Zweiter wurde. Der Abfahrtsolympiasieger erlebte in den kanadischen Rocky Mountains sein persönliches Déjà-vu: Auch 2013 war der 24-Jährige bis zur letzten Zeitmessung in Führung gelegen, auch damals hatte mit Svindal letztendlich ein Norweger gewonnen. "Es war trotzdem ein super Rennen", sagte Mayer nach seinem zweiten Rennen nach der Verletzungspause (Innenbandeinriss).

Wie viele Teamkollegen hatte er nach der Abfahrt auf die frostigen Verhältnisse reagiert und sein Setup bei Bindung und Schuh verändert. "Dadurch habe ich den Ski ein bisschen früher freigeben können", erklärte Mayer.

Starke Österreicher

Mit vier Österreichern unter den besten sechs las sich das Ergebnis des zweiten Speed-Rennens der Saison deutlich versöhnlicher als das der Abfahrt am Samstag (Reichelt als bester ÖSV-Läufer 9.). Otmar Striedinger (4.) verpasste mit einer Hundertstelsekunde Rückstand denkbar knapp das Podest. Max Franz (5.) und Hannes Reichelt (6.) ärgerten sich im Ziel über die gleichen Fehler: "Ich habe wieder ein bisschen zu fest auf den Ski draufgedrückt, da merkst du einfach, wie du langsamer wirst", analysierte Reichelt.

Deutlich fröhlicher wirkte Dominik Paris, der über seinen dritten Platz sogar lachen musste: "Ich habe mir nie gedacht, dass ich es im Super-G einmal aufs Podium schaffe", sagte der Italiener, der bisher einen 13. Rang als bestes Ergebnis verzeichnete.

Und dann war da natürlich noch der große Sieger des Wochenendes: Kjetil Jansrud, der sich im Ziel verbeugte. Vielleicht vor der eigenen Leistung. "Zwei Siege, das ist nicht unglaublich, aber schon überraschend. Es ist ein gutes Gefühl, den Namen ganz oben auf der Liste zu sehen", sagte er. Es wird wohl nicht das letzte Mal in diesem Ski-Winter gewesen sein.

Endstand
1. Kjetil Jansrud NOR 1:32,00
2. Matthias Mayer AUT +0,29
3. Dominik Paris ITA 0,31
4. Otmar Striedinger AUT 0,32
5. Max Franz AUT 0,35
6. Hannes Reichelt AUT 0,42
7. Manuel Osborne-Paradis CAN 0,51
8. Johan Clarey FRA 0,57
9. Jan Hudec CAN 0,60
10. Patrick Küng SUI 0,67
11. Didier Defago SUI 0,71
12. Aleksander Kilde Aamodt NOR 0,79
13. Dustin Cook CAN 0,83
14. Romed Baumann AUT 0,86
15. Peter Fill ITA 0,90
16. Patrick Schweiger AUT 1,05
17. Morgan Pridy CAN 1,08
18. Vincent Kriechmayr AUT 1,13
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