Svindal gewinnt Super-G auf der Streif, Reichelt Dritter

Aksel Lund Svindal wurde seiner Favoritenrolle gerecht.
Der Amerikaner Andrew Weibrecht überrascht mit Platz zwei.

Aksel Lund Svindal hat seine momentane Dominanz in den Speed-Bewerben im alpinen Ski-Weltcup am ersten Renntag in Kitzbühel eindrucksvoll bestätigt. Der Norweger setzte sich am Freitag im Super-G vor dem US-Amerikaner Andrew Weibrecht (+0,31 Sekunden) und Hannes Reichelt (0,42) durch und feierte den siebenten Saisonsieg. Kombi-Sieganwärter Marcel Hirscher war mit Platz 23 zufrieden (1,90) (So lief die Kombi).

Svindal, der von neun Speed-Rennen im Weltcup-Winter nur zwei nicht gewonnen hat, vergrößerte seinen Vorsprung auf Hirscher in der Gesamtwertung auf 107 Punkte.

Svindal gewinnt Super-G auf der Streif, Reichelt Dritter
Hannes Reichelt of Austria reacts after competing in the men's Alpine Skiing World Cup Super G race on the Streif course in Kitzbuehel, Austria, January 22, 2016. REUTERS/Leonhard Foeger
Vier Abfahrten und drei Super-G hat Svindal heuer schon gewonnen. In Kitzbühel war es sein zweiter Super-G-Triumph nach 2010, während er noch auf einen Erfolg in der Abfahrt wartet. In seiner Karriere hält der 33-Jährige nun bei 32 Weltcup-Siegen, womit ihm nur noch einer auf Bode Miller fehlt. Der freute sich im Zielraum in seinem neuen Job alsNBC-Kommentator über den zweiten Platz seines US-Landsmannes Weibrecht, der im Weltcup zuvor erst einmal auf dem Podium gestanden war. Im Dezember hatte der Mann aus Lake Placid hinter Hirscher und Ted Ligety Platz drei im Super-G in Beaver Creek belegt.

"Es war ein guter Lauf. Ich bin ziemlich gut gefahren, habe nur einen kleinen Fehler gemacht. Vollgas von oben bis unten", gab Svindal zu Protokoll. Reichelt verfehlte in der Traverse die Ideallinie und hatte Mühe, sich auf der Strecke zu halten, erwischte sonst aber eine mehr als solide Fahrt. "Das war sehr knapp beim blauen Tor, das war haarscharf", meinte der Streif-Abfahrtssieger von 2014. "Ich habe heute wirklich das getan, was ich auch in der Abfahrt gern tue. Ich bin voll am Limit gefahren, ich habe Vollgas gegeben."

Hirscher: "Es läuft mehr als wie nach Plan"

Hirscher brachte sich für die Kombination mit nur 1,90 Sekunden Rückstand auf Svindal in eine gute Ausgangsposition. Zunächst griff der Salzburger sogar die Bestzeit an, lag noch an der Hausbergkante vor dem zwischenzeitlich führenden Italiener Peter Fill (6.). In der Traverse steckte er aber zurück. "Da oben so schnell zu sein, ist eine volle Überraschung. Ich habe mich überwinden können und unten wie ausgemacht Reserve gelassen. Es läuft mehr als wie nach Plan", sagte der Salzburger dem ORF und verließ danach für die Slalom-Vorbereitung beinahe fluchtartig das Zielgelände.

1.

Aksel Lund Svindal (NOR)

1:11,79

2.

Andrew Weibrecht (USA)

1:12,10

+0,31

3.

Hannes Reichelt (AUT)

1:12,21

+0,42

4.

Kjetil Jansrud (NOR)

1:12,32

+0,53

5.

Dominik Paris (ITA)

1:12,51

+0,72

6.

Peter Fill (ITA)

1:12,62

+0,83

7.

Mattia Casse (ITA)

1:12,64

+0,85

8.

Romed Baumann (AUT)

1:12,71

+0,92

9.

Carlo Janka (SUI)

1:12,74

+0,95

10.

Andreas Sander (GER)

1:12,90

+1,11

11.

Vincent Kriechmayr (AUT)

1:12,98

+1,19

.

Manuel Osborne-Paradis (CAN)

1:12,98

+1,19

13.

Alexis Pinturault (FRA)

1:13,01

+1,22

14.

Georg Streitberger (AUT)

1:13,11

+1,32

15.

Bostjan Kline (SLO)

1:13,24

+1,45

16.

Beat Feuz (SUI)

1:13,32

+1,53

17.

Johan Clarey (FRA)

1:13,43

+1,64

18.

Otmar Striedinger (AUT)

1:13,44

+1,65

.

Aleksander Aamodt Kilde (NOR)

1:13,44

+1,65

.

Thomas Mermillod Blondin (FRA)

1:13,44

+1,65

21.

Christof Innerhofer (ITA)

1:13,45

+1,66

22.

Klemen Kosi (SLO)

1:13,46

+1,67

23.

Marcel Hirscher (AUT)

1:13,69

+1,90

.

Thomas Tumler (SUI)

1:13,69

+1,90

25.

Wiley Maple (USA)

1:13,74

+1,95

26.

Steven Nyman (USA)

1:13,79

+2,00

27.

Klaus Kröll (AUT)

1:13,80

+2,01

28.

Ralph Weber (SUI)

1:13,85

+2,06

29.

Klaus Brandner (GER)

1:13,90

+2,11

30.

Victor Muffat-Jeandet (FRA)

1:13,91

+2,12

Weiter:

45.

Niklas Köck (AUT)

1:14,61

+2,82

Ausgeschieden u.a.: Christian Walder (AUT), Christopher Neumayer (AUT), Patrick Schweiger (AUT), Johannes Kröll (AUT), Frederic Berthold (AUT), Travis Ganong (USA), Ted Ligety (USA), Erik Guay (CAN), Guillermo Fayed (FRA), Adrien Theaux (FRA)

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