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Olympia
01/15/2014

Maier kritisiert russisches Homosexuellen-Gesetz

"Wir leben in einer Zeit, in der das als normal angesehen werden sollte", sagt der frühere Ski-Star.

Der frühere Ski-Star Hermann Maier hat sich am Dienstagabend am Rande des Weltcup-Slaloms der Damen in seinem Heimatort Flachau kritisch zum in Russland geltenden Homosexuellen-Gesetz geäußert. "Ich bin einfach nicht einverstanden, wie das Ganze stattfindet", erklärte der zweifache Olympiasieger, der nicht zu den Olympischen Spielen nach Sotschi reisen wird, in einem ORF-Interview. "Ich werde Sotschi sicher keinen Besuch abstatten. Diesbezüglich halte ich es so wie viele andere Nationen auch", stellte der 41-Jährige ausdrücklich klar.

Es gebe politisch einiges zu überdenken, meinte Maier und sprach konkret das Homosexuellen-Gesetz an. "Dieses Denken ist einfach nicht mehr angebracht. In Wahrheit leben wir in einer Zeit, in der das als normal angesehen werden sollte", sagte der vierfache Weltcup-Gesamtsieger in Bezug auf gleichgeschlechtliche Lebensweisen. Positive Äußerungen zu diesem Thema vor Minderjährigen sind in Russland unter Strafe gestellt.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hatte in einem Interview mit der Tageszeitung Der Standard am 4. Jänner auf die Frage über Probleme von Homosexuellen in Russland erklärt, soweit er wisse, sei Homosexualität in Russland nicht verboten. "Es ist nur verboten, offensiv dafür zu werben. Das will ich nicht gutheißen. Aber es ist mir auch lieber, es wird für Familien geworben, als es wird für Homosexualität geworben", so Schröcksnadel.

Der ÖSV-Chef und ÖOC-Vizepräsident stimmte aber in dem Interview zu, dass es in Russland Probleme (mit Menschenrechten) gebe. "Aber wenn ich Olympische Spiele nicht in Russland haben will, dann darf ich sie erst gar nicht dorthin vergeben. Dann muss ich von vornherein bestimmte Länder überhaupt von Bewerbungen ausschließen. Doch wenn die Spiele dort stattfinden, dann können sie sicher auch etwas bewirken", hatte Schröcksnadel erklärt. "Ich sehe es so, dass Russland wegen Sotschi in der Öffentlichkeit steht und sich für gewisse Dinge rechtfertigen muss. Und das ist nicht schlecht."

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