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13.02.2018

Olympia-Splitter: Kein Interesse an Siegerehrung

Siegerehrungen ziehen in Südkorea keine Zuschauer an. © Bild: AP/Jae C. Hong

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Olympia-Splitter: Kein Interesse an Siegerehrung

13.2. Das Organisationskomitee hat auf das geringe Zuschauerinteresse an den Siegerehrungen reagiert. Ein Sprecher kündigte an, dass für Besuche nach 17.00 Uhr im olympischen Park von Pyeongchang kein Eintrittsgeld mehr genommen werde. Bisher mussten Besucher, die kein Ticket für einen Wettbewerb hatten, eine Eintrittskarte für umgerechnet 1,50 Euro kaufen. Bei den meisten Siegerehrungen waren bisher nur wenige Zuschauer.

13.2. Auch die Supermärkte in Korea haben einiges Skurilles zu bieten: So hängt in der Obstsektion folgendes Schild (übersetzt): "Bitte schauen Sie auf die Erdbeeren mit ihren Augen und wählen sie welche aus .. danke ...". Doppelt kurios: Darunter befinden sich kleine Paradeiser und Mandarinen.

13.2. Bus-Reisen bei den zahlreichen Transfers im Olympia-Revier entwickeln sich mitunter zu Erlebnisreisen. Nicht nur, dass jeder Chauffeur sein Gefährt innen prächtig geschmückt hat, mit Licht-oder anderen -Mustern. Rote Ampeln werden bei spätnächtlichen Transfers einfach überfahren. Und in der Nacht auf Dienstag wurde ein mit voller Mischpult-Ausrüstung ausgestatteter Bus gesichtet. Der Fahrer schaute nebenbei einen asiatischen Kampffilm - und ließ die Geräusche über die Anlage alle seine Passagiere mithören.

12.2. Die Organisatoren haben ihr Ziel für den Ticketverkauf bisher noch nicht erreicht, äußern sich dennoch weitgehend zufrieden. Bisher hätten 84,3 Prozent der Karten einen Abnehmer gefunden, sagte der Sprecher des Organisationskomitees, Sung Baik-you. Es sei nicht angemessen, den Ticketverkauf für Pyeongchang mit dem früherer Spiele zu vergleichen. IOC-Sprecher Mark Adams betonte, der Verkauf sei nicht direkt vergleichbar, weil die Gastgeberstädte unterschiedlich groß seien. Als Ziel hatte das Organisationskomitee in Südkorea vor Beginn der Spiele ausgegeben, mindestens 90 Prozent der 1,17 Millionen Karten verkaufen zu können.

11.2. Die russische Eiskunstläuferin Jewgenija Medwedewa hat am Sonntag im Rahmen des Teambewerbs einen neuen Weltrekord für ein Kurzprogramm aufgestellt. Die 18-jährige amtierende Weltmeisterin wurde mit 81,06 Punkten bewertet. Nach vier von acht Runden führte das Team aus Kanada mit 35 Punkten vor den Olympischen Athleten aus Russland (31) und den USA (29).

Auch Japan und Italien (je 26) qualifizierten sich für das Kür-Finale.

11.2. Der 17-jährige US-Amerikaner Redmond Gerard hat sich am Sonntag zum Olympiasieger im Slopestyle-Bewerb der Freestyle-Snowboarder gekürt. Mit 87,16 von 100 möglichen Punkten triumphierte Gerard vor Max Parrot (86,00). Dessen kanadischer Landsmann Mark McMorris eroberte im Phoenix Snowpark in Bokwang wie vor vier Jahren in Sotschi Bronze (85,20). Es ist das erste Gold für die USA in Südkorea.

Gerard lag nach zwei Durchgängen nur an 11. und letzter Stelle, der Norweger Mons Roisland war zum 12er-Finale nicht angetreten. Dann aber entschied der jüngste Teilnehmer im Finalfeld den Bewerb im dritten und letzten Versuch mit einem wahren Traumlauf für sich, landete dabei auch den "Backside Triple Cork 1440" (dreifacher Rückwärtssalto mit vier Umdrehungen) perfekt. Am Ende setzte sich Gerard 1,16 Zähler vor Parrot, der ebenfalls erst im dritten Lauf mit seinem persönlichen Topscore bewertet wurde, durch.

Österreichs Vertreter Clemens Millbauer hatte am Vortag die Qualifikation für das Finale der besten zwölf gerade einmal um 0,91 Punkte verpasst und wurde in der Ergebnisliste als 13. geführt.

10.2. Short-Track-Athlet Lim Hyo-jun hat das erste Gold für Gastgeber Südkorea bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gewonnen. Über 1.500 m setzte sich der 21-jährige Weltmeister am Samstag im Finallauf vor dem Niederländer Sjinkie Knegt und dem Russen Semjon Jelistratow durch. Der holte die erste Medaille für die Sportler, die in Südkorea als "Olympische Athleten aus Russland" antreten.

Der Kanadier Charles Hamelin verpasste es, als erster Short Tracker Gold bei drei verschiedenen Spielen zu gewinnen. Er erhielt einen Penalty, da er einen Konkurrenten behindert hatte.

10.2. Nach einem Internetausfall während der Eröffnung hat die Regierung Ermittlungen eingeleitet. Das interne Netzwerk und das WLAN rund um die Austragungsstätten seien am Freitagabend zusammengebrochen, teilte das Organisationskomitee mit. Es sei eine Sondereinheit gegründet worden, um den Vorfall zu untersuchen. Berichte über eine Cyberattacke könne sie noch nicht bestätigen, sagte eine Sprecherin des Organisationskomitees. Eine Gefahr für die Sicherheit von Athleten und Zuschauern habe nicht bestanden.

9.2. Der Schweizer Halfpipe-Star Iouri Podlatchikov muss für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang passen. Der Snowboard-Olympiasieger 2014 kann aufgrund der Nachwehen seines heftigen Sturzes bei den X-Games am 28. Jänner nicht antreten, er gab für die Qualifikation w.o. Podlatchikov hatte bei dem Sturz eine Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch erlitten.

9.2. Im dritten Training auf der olympischen Slopestyle-Strecke in Bokwang ist die kanadische Snowboarderin Laurie Blouin schwer gestürzt. Die 21-Jährige sei bei Bewusstsein, stehe aber nach einem Krankenhaus-Besuch unter Beobachtung, teilte Kanadas Verband am Freitag mit. Blouin hat in ihrer Karriere bisher zwei Podestränge im Slopestyle-Weltcup erreicht. Die Qualifikation findet am Sonntag statt.

8.2. Hoffentlich essen die norwegischen Goldhoffnungen bei Olympia gern Eier - die Köche ihres Teams haben nämlich versehentlich eine halbe Lastwagen-Ladung davon bestellt. Zur Überraschung aller seien statt der gewollten 1.500 ganze 15.000 Eier geliefert worden, berichtete Sportchef Tore Övrebö am Donnerstag laut der Nachrichtenagentur NTB.

Das norwegische Team hatte die Bestellung teilweise auf einer Internetseite übersetzen lassen. Dabei sei der Fehler wohl passiert. "Das wollte gar kein Ende nehmen", sagte Koch Stale Johansen über die Lieferung. Glücklicherweise hätten sie die meisten Eier wieder zurückgeben können. Trotzdem stünden jetzt Omeletts, gekochte Eier, Spiegeleier und Räucherlachs mit Eierspeise auf dem Speiseplan. "Und wir hoffen, dass wir viele Medaillen-Kuchen brauchen", sagte Johansen der norwegischen Nachrichtenagentur.

8.2. Mit einem gemütlichen Abend ist Donnerstagabend (Ortszeit) in Pyeongchang das "Austria House" der Olympischen Winterspiele 2018 offiziell eröffnet worden. Einer der hochrangigen Gäste dabei war der österreichische Botschafter in Korea, Michael Schwarzinger. Einige prominente Gäste wie Franz Klammer oder Benjamin Raich verpassten freilich einen Teil, weil ihr Flugzeug aus Europa Verspätung hatte.

"Drei Jahre Vorbereitung gehen heute zu Ende", sagte Peter Mennel bei seiner Eröffnungsrede. Der Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) zeichnet hauptverantwortlich dafür, dass in Südkorea das bisher größte "Österreichhaus" der Geschichte steht. Auf einem 5.000 Quadratmeter großen Areal wurde ein temporärer Gebäudekomplex errichtet, in dem innen auf 1.200 Quadratmeter für geladene Gäste sowie im öffentlichen Bereich für Jedermann Köstlichkeiten aus Österreich angeboten werden.

8.2. Laut einer Aussendung des Organisationskomitees der Winterspiele in Pyeongchang (POCOG) hat es am Donnerstag im Landkreis Pyeongchang und der Küstenstadt Gangneung 42 neue Norovirus-Fälle gegeben. Damit stieg die Anzahl der erkrankten Personen auf 128. Alle Erkrankten wurden unter Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung des ansteckenden Virus einzudämmen. Sportler sind bisher noch nicht betroffen.

Übertragen wird das Norovirus einerseits durch menschlichen Kontakt, aber auch durch infiziertes Essen und Trinken. Es verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall.

7.2. Glaubt man einer Prognose aus den USA, holen die Österreicher sechs Goldmedaillen. Dabei gehen gleich drei auf das Konto von Marcel Hirscher, auch Stefan Kraft gewinnt eine Goldene. Insgesamt prognostiziert der amerikanische Daten- und Analysedienst Gracenote für Österreich 15 Medaillen. Vor vier Jahren holte Österreich in Sotschi 17 Medaillen.

7.2. Einen Tag nach einer Künstler-Delegation sind 229 Cheerleader aus Nordkorea nach Südkorea gereist. Die jungen Frauen überquerten die Grenze zwischen den verfeindeten Staaten als Teil einer 280-köpfigen Delegation. Sie sollen Athleten aus dem Norden, aber auch aus dem Süden sowie ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam unterstützen. Die Delegation überquerte die Grenze in Dorasan in der entmilitarisierten Zone. Die Cheerleader waren dem Vernehmen nach sorgfältig ausgewählt worden. Die nordkoreanischen Behörden überprüften demnach die Familien der jungen Frauen, deren Aussehen, Geschick und Loyalität zur kommunistischen Staatspartei.

7.2. Bei der Verteilung von Gratis-Smartphones von Samsung müssen die Sportler aus Nordkorea und dem Iran aufgrund der UNO-Sanktionen gegen beide Länder aussetzen. Olympia-Sponsor Samsung hat rund 4.000 Smartphones der Modellreihe Galaxy Note 8 in einer Sonderedition für Sportler und Funktionäre zur Verfügung gestellt. Wert je Stück: mindestens 800 Euro. Das IOC hat die Organisatoren angewiesen, den Nordkoreanern die Smartphones zwar für die Zeit der Spiele zu überlassen, vor der Rückreise müssten die Gäste die Telefone aber wieder abgeben.

7.2. Die Sponsoreinnahmen der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio nähern sich der Marke von drei Milliarden US-Dollar. Damit seien die Erträge von London 2012 und Rio 2016 bereits jetzt um fast das Dreifache übertroffen worden, teilte das Internationale Olympische Komitee mit. Die Summe habe dank 47 Sponsorpartner mittlerweile 2,91 Milliarden US-Dollar (2,36 Mrd. Euro) überschritten, teilte ein IOC-Funktionär mit.

6.2. Trotz Sanktionen erlaubte Südkorea die Einfahrt eines nordkoreanischen Schiffes mit einem 140 Mitglieder umfassenden Orchester an Bord. Demonstranten am Hafen trugen Plakate, auf denen das durchgestrichene Gesicht von Diktator Kim Jong-un zu sehen war.

6.2. Alpin-Technikerin Bernadette Schild wohnt nicht im olympischen Dorf, sondern in einem eigenen Quartier gleich neben dem Österreich-Haus mit den Eltern und ihrem Mann. Bekocht wird sie dabei von ihrer Mutter: „Für mich ist es auch wichtig, eine gewohnte Küche zu haben. Ich bin da relativ empfindlich.“ Der Chef de Mission des ÖOC, Christoph Sieber, sagt aber: „Die meisten genießen das Olympische Dorf und es ist auch ein ganz besonderer Teil der Spiele. Da lebt die gesamte Welt-Elite zusammen und isst an einem Tisch.“

6.2. Österreichs Snowboard-Olympiasiegerin Julia Dujmovits hält trotz Schmerzen nach Daumen-Operation am Gold-Ziel für Pyeongchang fest. "Das Ziel bleibt aufrecht", sagte die PSL-Siegerin von 2014 auf der Anreise nach Südtirol, wo diese Woche das letzte Spezial-Training vor dem Abflug zu Olympia ansteht. Es ist noch Zeit, die Parallelboarder sind erst am Ende der Spiele an der Reihe. Bis dahin hofft die Burgenländerin, auch ihr aktuellstes Problem wieder im Griff zu haben. Bei den österreichischen Meisterschaften auf der Gerlitzen hatte sich Dujmovits das Band des linken Daumens ausgerissen.

6.2. Der vierfache Biathlon-Olympiasieger Emil Hegle Svendsen wird bei der Eröffnungsfeier die norwegische Flagge tragen. Der 32-Jährige war aber nur die zweite Wahl seines Landes. Langläuferin Marit Björgen, mit sechs Olympia-Goldenen die erfolgreichste Sportlerin im 109-köpfigen norwegischen Team, musste ablehnen, weil sie bereits am Samstag im Einsatz ist. "Das ist eine ehrenvolle Aufgabe, die nicht viele in ihrer Karriere erfüllen dürfen", sagte Svendsen sichtlich stolz. Der zwölffache Weltmeister ist bereits zum vierten Mal bei Olympischen Spielen dabei, gewann 2010 und 2014 je zweimal Gold.