ÖSV-Ass Hütter nach WM-Bronze: "Scheiß drauf, einfach runterdrücken"

ALPINE SKI-WM 2023: SUPER-G FRAUEN - SIEGERPRÄSENTATION
Hütter musste im Super-G lange auf die Medaille warten, erlitt "sieben Magengeschwüre und drei Nervenzusammenbrüche ."

Drittes Rennen, vierte Medaille für das österreichische Ski-Team. Der Start in die WM verlief für den ÖSV bislang mehr als erfolgreich. Am Mittwoch jubelte Cornelia Hütter über Bronze im Super-G. Die Freude war groß, wie sie danach auch im APA-Interview sagte.

APA: Was war schlimmer, das Fahren oder Warten?

Cornelia Hütter: Das Warten. Ich habe gefühlt sieben Magengeschwüre und drei Nervenzusammenbrüche gehabt.

Was bedeutet Ihnen der Erfolg?

Ich habe gewisse Sachen, die ich mittrage. Aber ich weiß, wie ich damit umgehen muss, und das gibt mir die Selbstsicherheit zurück. Es haben viele Hände mitgeholfen, dass ich da stehen kann. Ich habe gesagt, wenn ich starte, will ich fit am Start stehen. Natürlich, heute habe ich mich für die paar Minuten zusammengerissen. Es war nicht optimal, aber scheiß drauf, einfach runterdrücken. Das habe ich probiert.

Es wirkt so, als wäre Ihnen ein großer Stein vom Herzen gefallen.

Solche Geschichten, solche Emotionen hätte ich nicht mehr, wenn ich nur daheim sitzen würde. Deshalb bin ich froh, dass ich dem, was ich in mir gespürt habe, vertraut habe. Und das gemacht habe, was tief in meinem Herzen noch gelodert hat - das Feuer war längst weg.

FIS Alpine Skiing World Championships

Wie oft war das Feuer weg?

Auf einer Hand kann man es schon noch abzählen. Es war nicht so schön, aber nichtsdestotrotz kann man diese Tage umso mehr genießen, weil man weiß, es ist nicht selbstverständlich.

Vor acht Jahren waren Sie Vierte in Beaver Creek mit elf Hundertstel hinter der Dritten. Kommt alles zurück im Leben?

Heute kann man sagen, dass die Hundertstel zurückgekommen sind.

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