Loitzl will Schwung mitnehmen

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Der ehemalige Sieger qualifizierte sich erst sich im Duell gegen Hayböck für die Tournee.

Nachdem sich Wolfgang Loitzl in letzter Minute für die Vierschanzen-Tournee qualifiziert hat, will der ehemalige Sieger bei der Skisprung-Traditionsserie mehr als nur Mitläufer sein.

Der Tourneesieger von 2008/09 möchte seinen Schwung aus dem Continental-Cup mitnehmen und schnellstmöglich wieder vorne mitmischen.

"Das war eine schwierige Situation. Ich bin froh, dass ich die Hürde genommen habe. Jetzt gehe ich mit einem positiven Gefühl und viel Schwung in die Tournee", meinte der Steirer nach dem gewonnenen Duell mit Michael Hayböck um den letzten Startplatz im ÖSV-Team erleichtert.

Der 31-jährige hatte nach wenig überzeugenden Weltcupleistungen um seine Aufstellung kämpfen müssen.

Mit einem Sieg und einem dritten Platz in Engelberg überzeugte er in der Weihnachtspause aber restlos und reiste gestärkt ins Allgäu.

"Das waren gute Sprünge. Ich bin mit der Situation gut umgegangen. Ich habe die Chance genützt und auch meine Sprünge verbessert", erklärte Loitzl.

Auch sein Cheftrainer Alexander Pointner setzt auf die ansteigende Form des Routiniers. "Das waren wichtige Wettkämpfe für ihn. Er kommt mit viel Schwung in die Tournee", bemerkte Pointner.

Materialprobleme

Loitzl erklärte seine bisher durchwachsene Saison mit Materialproblemen, zu wenigen Schneesprüngen im Vorfeld und dem mangelnden Selbstvertrauen aufgrund der ausgebliebenen Spitzenergebnisse. "Da kommt man in einen Abwärtsstrudel und dann wird es schwierig", so der Ex-Weltmeister.

Nun sei er aber positiv gestimmt und will im Laufe der Tournee wieder den Anschluss an die Besten finden. "Die Tournee war für mich immer eine feine Geschichte, der ich immer etwas Gutes abgewinnen konnte. Mein Niveau ist jetzt ein anderes als in den letzten Weltcups. Ich habe in dieser Situation nicht wirklich was zu verlieren, ich kann nur gewinnen", stellte der Routinier klar.

Sein Abstand zur absoluten Spitze mit seinen Teamkollegen Andreas Kofler, Gregor Schlierenzauer und Titelverteidiger Thomas Morgenstern sei wohl noch zu groß, einzelne Topergebnisse hält Loitzl aber für machbar. "Die Top Fünf werden schwierig. Am höchsten Niveau wird wirklich gut gesprungen. Aber ich will versuchen, von Wettkampf zu Wettkampf besser und stabiler zu werden. Nach oben hin ist einiges möglich, ich habe das Springen ja nicht verlernt", bekräftigte er vor seiner bereits 16. Tournee.

Auf den möglichen Gesamtsieger angesprochen warnte Loitzl davor, von einem neuerlichen ÖSV-Sieg auszugehen. "Der Favoritenkreis ist größer als in den vergangenen Jahren. Die Deutschen sind gefährlich. Mit den Norwegern und Simon Ammann muss man immer rechnen. Aber ich hoffe natürlich, dass unsere Drei es schaffen", so Loitzl, der seit seinem Tournee-Triumph vor drei Jahren einen dritten und einen neunten Gesamtrang zu Buche stehen hat.

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Erstellt am 29.12.2011