Sport | Wintersport
24.11.2017

IOC sperrt erneut russische Medaillengewinner

Das Internationale Olympische Komitee sprach am Freitag lebenslange Sperren gegen vier weitere russische Athleten aus.

Das IOC hat seine Doping-Urteilsserie gegen russische Olympiateilnehmer von Sotschi mit vier weiteren Olympia-Sperren auf Lebenszeit fortgesetzt. Am Freitag erwischte es mit Bob-Doppelolympiasieger Alexander Subkow, mittlerweile Präsident von Russlands Bobverband, und die im Eisschnelllauf zweitplatzierte Olga Fatkulina weitere Medaillengewinner.

Durch die Urteile aufgrund von forensischen Beweisen, die die Oswald-Kommission des IOC auf Grundlage des McLaren-Berichts zusammengetragen hat, erhöht sich die Zahl der disqualifizierten Russen der vergangenen Winterspiele auf 14. Zuvor waren unter anderen auch schon die Goldmedaillengewinner Alexander Legkow (Langlauf) und Alexander Tretjakow (Skeleton) bestraft worden.

Zahlreiche Medaillengewinner gesperrt

Zu den aktuellsten Fällen gehören neben Subkow und Fatkulina auch Bobpilotin Olga Stulnewa und Eisschnellläufer Alexander Rumjanzew. Auch sie wurden aus den Sotschi-Ergebnislisten gestrichen und lebenslang von Olympia ausgeschlossen. Insgesamt ermittelte die Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gegen 28 russische Athleten. In den nächsten Wochen sind weitere Urteile zu erwarten.

Aus Moskau hatte es trotz der Erkenntnisse des McLaren-Reports und der jüngsten Urteile stets Dementis gegeben, die Dopingvergehen seien staatlich gesteuert und organisiert gewesen. Aufgrund der neuesten Entwicklungen und des nach wie vor fehlenden Schuldeingeständnissen aus Russland ist der Komplettausschluss der Großmacht von den Winterspielen 2018 im Februar in Südkorea mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen.

Bei den Sommerspielen 2016 hatte das IOC trotz der bereits damals erdrückenden Beweislast gegen Russland noch auf diesen Schritt verzichtet. Mehr als 30 russische Athleten, fast alle davon Medaillengewinner, sind in den vergangenen Jahren auch schon durch Nachtests der Olympischen Sommerspiele 2008 und 2012 nachträglich überführt worden.