Start ins Semifinale: So wurde Graz zum großen Eishockey-Favoriten

Das erste Semifinal-Spiel gegen Fehervar ist längst ausverkauft. Die Grazer sind nach den bisherigen Überraschungen gewarnt.
EISHOCKEY: ICE HOCKEY LEAGUE: EC VSV - MOSER MEDICAL GRAZ 99ERS

Graz, Szekesfehervar, Bruneck und Ljubljana – wer diese vier Städte als Teilnehmer am Semifinale der ICE Hockey League getippt hat, der ist jetzt reich. Aber es ist auch ein Zeichen, dass die Liga ausgeglichener ist, als es vermutet worden war. Zumindest haben die internationalen Teams besser gearbeitet als einige österreichische.

Graz und auch Ljubljana waren mit großen Ambitionen in die Saison gestartet. Beide hatten Höhen und Tiefen. Die Grazer verbesserten sich nach dem Trainerwechsel am 13. November von Harry Lange zu Dan Lacroix aus dem Mittelfeld zum Grunddurchgangssieger. Präsident Herbert Jerich, der den Klub schon lange unterstützt und 2012 in der NHL-Lockoutsaison das Gastspiel von Buffalo-Star Thomas Vanek finanziert hatte, übernahm die 99ers 2024. Er hob die Ansprüche massiv an und investierte viel Geld. Aus Deutschland kam etwa Ex-Teamspieler Korbinian Holzer, aus der Schweiz Teamverteidiger Kilian Zündel, vom KAC Teamstürmer Lukas Haudum und Manuel Ganahl, von Salzburg Paul Huber und Tim Harnisch.

Ein solches Team ist gegen Fehervar (Sonntag, 15.15, ORF1) natürlich in der Favoritenrolle. Aber das waren im Pre-Play-off auch die Vienna Capitals und im Viertelfinale der KAC. Und beide scheiterten an den Ungarn. Headcoach Lacroix hat genauer hingesehen: „Da gibt es keinerlei Grund, irgendeinen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.“

Die Ungarn lagen übrigens 34 Sekunden vor dem Ende des Grunddurchgangs noch gar nicht auf einem Pre-Play-off-Platz. Erst der Ausgleich gegen Ferencvaros und das Overtime-Tor zum 3:2-Sieg ermöglichten die späteren Sensationen.

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