Flachländer boarden allen davon

Der Niederösterreicher Benjamin Karl und die Burgenländerin Julia Dujmovits siegten beim RTL in Colorado.

Man kann nicht sagen, dass Benjamin Karl und Julia Dujmovits in der Kindheit an nichts anderes denken konnten als an Schnee und Snowboards, wenn sie die Haustüren im Winter geöffnet haben. Weniger als 550 Höhenmeter bringen die beiden Ostösterreicher als Referenzen mit. Julia Dujmovits stammt aus dem burgenländischen Sulz, dessen höchste landschaftliche Erhebung auf 228 Meter Seehöhe liegt. Auf beinahe schon schwindelerregende 321 Meter bringt es Benjamin Karl mit seinem Heimatort Wilhelmsburg in Niederösterreich.

Das meterhohe Defizit hielt die beiden Flachländer nicht davon ab, im Snowboard-Sport den Gipfel zu stürmen. Beim ersten Parallel-Riesentorlauf der Saison in Telluride (USA) waren Karl und Dujmovits das Maß der Dinge. Doppel-Weltmeister Karl setzte sich im österreichischen Finalduell gegen Andreas Prommegger durch, Dujmovits feierte ihren zweiten Weltcupsieg nach 2007, obwohl sie im Halbfinale hauchdünn am Out vorbeigeschrammt war. Dujmovits und ihre Gegnerin Amelie Kober (D) waren in beiden Läufen exakt gleich schnell, daher entschied die Qualifikationszeit über den Sieg. "Gegen Amelie war ich am Limit", sagte die 24-Jährige, das Finale habe sie "ganz easy nach Hause gefahren."

Freuen dürfen sich die Fans der beiden Sieger auf den 13. Jänner: Da macht der Weltcup am Jauerling (NÖ) Station – auf 961 Meter Seehöhe.

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( Kurier ) Erstellt am 16.12.2011