epa03502398 Daniela Iraschko of Austria is airborne during the Women's competition at the FIS Ski Jumping World Cupat the 'Russki Gorki' jumping center in Sochi, Russia, 09 December 2012. EPA/SERGEI ILNITSKY

© APA/SERGEI ILNITSKY

Damen-Skispringen
12/09/2012

Erster Saisonsieg für Iraschko

Österreichs beste Skispringerin Daniela Iraschko gewinnt die Olympia-Generalprobe in Sotschi.

von Christoph Geiler

Daniela Iraschko wirft normal nichts so schnell aus der Bahn. Die Steirerin hat nicht nur ein loses Mundwerk, sie pfeift sich auch sonst nichts. „Ich bin eine wilde Henne“, pflegt die mutige Skisprung-Weltmeisterin gerne über sich zu sagen. Doch die turbulente, stürmische Anreise zum Weltcup in der Olympiastadt Sotschi hat dann selbst der bekennenden Draufgängerin ein wenig die Sprache verschlagen.

„Blitzschlag im Flieger“, twitterte Iraschko, nachdem die Chartermaschine beim Landeanflug zum Spielball der Lüfte geworden war. „Endlich wieder festen Boden unter den Füßen.“

First Lady

Wenn sie selbst abhebt, da fühlt sich Iraschko gleich viel wohler. Kaum eine Skispringerin, die so viel Fluggefühl besitzt wie die 29-jährige Eisenerzerin, kaum eine andere Adlerin, die seit Jahren so konstant in der Weltspitze landet. Bei der Olympia-Generalprobe auf der Normalschanze in Sotschi stellte Iraschko erneut ihre außergewöhnlichen Flugeigenschaften unter Beweis: Nach dem vierten Platz am Samstag durfte die Weltmeisterin am Sonntag ihren dritten Weltcupsieg feiern. „Ich habe gesehen, dass mir diese Schanze liegt“, sagte Iraschko, „das ist gut zu wissen.“

Aufwind

Denn in einem Jahr möchte Daniela Iraschko genau an diesem Ort Sport-Geschichte schreiben. 2014 feiern die Skispringerinnen ihre Olympia-Premiere und die Wahl-Tirolerin ist dabei die große österreichische Hoffnungsträgerin. Für die 29-Jährige war die Aufnahme des Damen-Skispringens ins Olympia-Programm der ausschlaggebende Grund, ihre Karriere noch einmal zu verlängern. „Sonst hätte ich wahrscheinlich schon aufgehört“, gesteht Iraschko. Denn lange Jahre hatte sie nur Opfer gebracht, um in ihrer Freizeit abheben zu können.

Mittlerweile haben die FIS und Sponsoren wie die OMV dem jungen Sport auf die Sprünge geholfen und seit der Einführung des Damen-Weltcups, der am Wochenende in Ramsau gastiert, können Skispringerinnen auch erstmals Geld verdienen (Siegprämie: 2500 Euro). „Jetzt“, erklärt Iraschko, „jetzt komm’ ich mir das erste Mal in meiner Karriere wie ein richtiger Profi vor.“

Weltcup-Skispringen in Krasnaja Poljana/Sotschi
1. Daniela Iraschko AUT 96,5/94,5 231,1
. Coline Mattel FRA 98,5/92,0 231,1
3. Sara Takanashi JPN 97,0/91,5 228,9
4. Jacqueline Seifriedsberger AUT 98,5/95,0 225,3
5. Carina Vogt GER 96,5/92,0 215,8
6. Lindsey Van USA 90,5/97,0 212,4
7. Sarah Hendrickson USA 93,5/91,5 212,1
8. Anja Tepes SLO 92,0/90,0 211,5
9. Abby Hughes USA 90,5/91,0 206,9
10. Yuki Ito JPN 89,0/91,5 206,7
Weiter:
25. Sonja Schoitsch AUT 90,5/87,5 196,4
Nicht im Finale dabei:
44. Katharina Keil AUT 81,5 80,9
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