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14.05.2018

Österreich verliert zum WM-Abschluss gegen Tschechien 3:4

Österreich erreicht gegen den zwölffachen Weltmeister ein achtbares Ergebnis und beendet das Turnier auf Platz 14.

Nachdem der Klassenerhalt  dank des 4:0-Sieges am Samstag gegen Weißrussland gesichert war, verlor Österreich am Montag das Duell mit dem zwölffachen Weltmeister Tschechien 3:4 und beendet die Vorrunde in der Gruppe A auf dem siebenten Platz und die WM auf dem 14. Platz.

Die Tschechen gingen überfallsartig durch Hyka und Chytil in den ersten drei Minuten 2:0 in Führung. Die Technik und die Passgenauigkeit der Tschechen war beängstigend gut. Dennoch sorgte auch Östereich für einen spielerischen Höhepunkt: Komarek schloss einen Doppelpass mit Hofer zum 1:2 ab (18.). Die Tschechen schalteten zurück. "In der Kabine hat man den tschechischen Coach zehn Minuten lang schreien gehört. Das hat sogar uns motiviert", sagte Teamchef Roger Bader schmunzelnd. Nach dem 3:1 durch Kubalik (26.) und dem 4:1 durch Hyka (50.) kamen die Österreicher dennoch wieder zurück. Denn Raffl erzielte in der Schlussphase zwei sehenswerte Treffer zum 2:4 (51.) und 3:4 (58.). Bader nahm sogar Kickert aus dem Tor, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Ganahl scheiterte ganz knapp.

Bei den Tschechen spielte übrigens Libor Sulak. Der 24-jährige Verteidiger war bis 2017 mit Znaim in der EBEL, ging dann zu Lahti, wurde von Detroit verpflichtet und nach Lahti zurück verliehen.

Reaktionen

Michael Raffl sagte beinahe wehmütig: "Jetzt am Ende hat es mir sehr getaugt. Im ersten Spiel gegen die Slowakei habe ich mich noch gefühlt, als wäre ich nach dem Sommer das erste Mal auf dem Eis gewesen. Das 3:4 gegen die Tschechen war sicher ein gebührender Abschluss."

Roger Bader war auch erleichtert: "Nach dem Beginn musste man befürchten, dass es wieder so läuft wie gegen Russland. Aber wir sind im Laufe der Partie mutiger geworden und konnten körperlich im letzten Drittel auch zusetzen. Unsere harte Vorbereitung hat sich bei dieser WM ausgezahlt. Es ist schön, dass die Spieler beginnen, sich an das Tempo zu gewöhnen. Auch, wenn man zugeben muss, dass die Partie körperlich nicht sehr intensiv war."