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11.05.2018

Österreich gegen Frankreich: "Wir wissen, was auf uns zukommt"

Um 16.15 Uhr beginnt für das Nationalteam das erste Entscheidungsspiel dieser WM. Teamchef Bader ist gut vorbereitet.

Teamchef Roger Bader macht auch vor den für den Klassenerhalt so wichtigen Spielen gegen Frankreich (Freitag, 16.15 Uhr) und Weißrussland (Samstag, 16.15 Uhr) einen entspannten Eindruck.

Das Training und den geplanten Termin für das Mannschaftsfoto sagte er am Donnerstag ab, damit seine Spieler den Kopf frei bekommen konnten. Einige nutzten dies und genossen den dänischen Frühsommer zu einem Besuch der Innenstadt.

„Wir sind körperlich gut drauf. Ich glaube, es ist uns gelungen, die Mannschaft körperlich gut vorzubereiten. Alle sind spritzig, aber es geht eher um die mentale Komponente“, begründete der Teamchef den freien Tag. Erst mit einem Meeting im Hotel um 19 Uhr begann für die Mannschaft die Vorbereitung auf das Frankreich-Spiel.

Die Stürmer Woger und Hofer sollten nach ihren Magen-Darm-Problemen wieder zum Einsatz kommen können. Auch der zuletzt geschwächte Verteidiger Altmann ist bereit.

Der Gegner

Bader beobachtete die Franzosen auch am Donnerstag beim 1:3 gegen die Slowakei. Überrascht war er nicht: „Wir kennen sie schon sehr gut. Frankreich ist sehr routiniert, spielt ein einfaches Eishockey. Sie lassen den Gegner anrennen und kontern dann.“ Typisch sei ihre Konzentration auf die Entscheidungsspiele. „Wir sind auch gegen Frankreich Außenseiter. Diese Rolle liegt uns“, sagt  Bader vor dem Duell mit den Franzosen, die bei der B-WM 2007 in China den Aufstieg schafften und danach nie wieder abgestiegen sind.

Die hohen Niederlagen gegen Russland und Schweden haben für Bader und seine Spieler keine Auswirkungen gehabt. „Wir haben eine gute Gruppe. Unsere Spieler wissen, was auf sie zukommt. Ein 0:7 gegen Schweden muss man akzeptieren. Aber dennoch hat mir nicht gefallen, wie einige Tore gefallen sind.“

Überrascht ist der Schweizer, dass es Leute in Österreich gab, die von mehr als einer Niederlage gegen die NHL-Stars aus Schweden ausgegangen sind. „Ich weiß schon woher das kommt: Wenn ein österreichischer Klub in der Vorbereitung gegen einen schwedischen ein gutes Resultat erreicht, glaubt man, dass die Schweden in Reichweite sind. Dazu muss man wissen, dass die 140 besten schwedischen Spieler gar nicht in Schweden spielen.“ Die Top-Teams dieser WM sind den anderen Nationen "entrückt. Es gibt heuer unüblich viele hohe Siege dieser Mannschaften."