2:4 gegen die Slowakei - Österreich bleibt bei einem Punkt

© Bild: APA/HELMUT FOHRINGER / HELMUT FOHRINGER

Die Hoffnung auf eine Überraschung beim Debüt von NHL-Stürmer Raffl blieb unerfüllt. Am Dienstag wartet Schweden.

Nach drei Spielen dieser WM in Dänemark bleibt Österreich bei einem Punkt. Am Montag verlor der Aufsteiger vor 6094 Fans in Kopenhagen gegen die Slowakei 2:4.

Erstes Drittel

Über fehlendes Glück durfte sich Österreich im ersten Drittel nicht beschweren. Beim 1:0 durch Lebler nach nur 93 Sekunden fälschte Sekera ( Edmonton Oilers) den Puck mit dem Schläger auf sein Bein ab, von wo er unhaltbar für Goalie Rybar abgelenkt wurde. Ein klassischer Auftakt nach Maß. Doch die Freude der Österreicher dauerte nicht lange an. Nach einem missglückten Konter der Angriffsformation Haudum-Komarek-Zwerger liefen die Slowaken einen Zwei-gegen-eins-Konter, Hascak schloss mit einem Schuss über die Fanghand von Österreichs Goalie Starkbaum ab (5.). Das gab den Slowaken Sicherheit. Die Österreicher kamen zu weniger Möglichkeiten als im Spiel gegen die Schweiz. Die beste hatte noch Schneider, der alleine abziehen konnte, doch dem slowakischen Keeper in den Bauch schoss (11.).

Zweites Drittel

Österreich kam ab der Hälfte des Drittels besser ins Spiel. Doch da lag das Team von Roger Bader schon mit zwei Toren zurück. Erst rissen die Slowaken Östereichs Defensive und erneut die Komarek-Linie mit einem langen Pass auf, Nagy lässt den Puck liegen, blockt einen Verteidiger und der Nachflogende Jurco schießt zum 1:2 ein (23.).  Beim 1:3 patzte der beim Punktgewinn gegen die Schweiz so überragende Starkbaum bei einem Schuss von Jaros schwer, der Puck kullerte  über die Linie (29.).

Drittes Drittel

Östereichs Teamchef Roger musste reagieren und stellte die Linien um. Raffl spielte von da an mit Komarek und Hofer als Flügelstürmer. Und der Villacher sorgte mit einem Traumpass in den Lauf von Schneider für ein spielerisches Highlight. Schneider spielte einen slowakischen Verteidiger aus und knallte den Puck zum 2:3 unter die Latte (42.). Gegen Ende wurde Österreich stärker und hatte sogar durch Lebler (57.) und Hofer (59.) noch gute Chancen auf den Ausgleich. Kristof traf in der Schlussminute zum 4:2 für die Slowaken, als Starkbaum bereits das Tor verlassen hatte.

Österreich - Slowakei 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)
Tore:
Lebler (2.), Schneider (42.); Hascak  (5.), Jurco (23.), Jaros (29.), Kristof (60./empty net).
Strafminuten: 8; 4.
Österreich: Starkbaum – Schumnig, Unterweger; Ulmer, Viveiros; Schlacher, Heinrich; Peter, Altmann – Schneider, Hundertpfund, Ganahl; Hofer, M. Raffl, Lebler; Haudum, Komarek, Zwerger; Rauchenwald, Obrist, Spannring.

 

"Wir haben daraus nicht gelernt"

EISHOCKEY: A-WM IN DÄNEMARK / GRUPPE A: ÖSTERREICH - SLOWAKEI
Roger Bader musste umstellen © Bild: APA/HELMUT FOHRINGER / HELMUT FOHRINGER

„Mit dem ersten Drittel war ich sehr unzufrieden“, sagte Teamchef Bader.  Kapitän Hundertpfund  kritisierte: „Uns passieren immer die gleichen Fehler. Da haben nicht dazugelernt, das müssen wir jetzt schnell machen. Gegen Schweden sind keine Punkte zu erwarten. Für die wichtigen Spiele gegen Frankreich und Weißrussland muss uns das Spiel  gegen die Slowakei eine Lehre sein.“  

Raffl war mit seinem ersten Spiel bei dieser WM auch nicht zufrieden: „Das war für mich eine der schwierigsten Partien seit langem. Am Anfang haben wir zu viele Chancen zugelassen. Aber die zweite Hälfte waren wir die bessere Mannschaft.“

Für das Duell am Mittwochabend  (20.15, ORF Sport+) mit Weltmeister Schweden will Raffl keine großen Hoffnungen machen: „Die sind klar außer unserer Reichweite.“ Bader ergänzte: „Niemand, der bei Trost ist, erwartet von uns einen Sieg gegen Schweden. Aber ich will, dass wir ein gutes Spiel machen.“ Das ungleiche Duell soll zur Vorbereitung für Frankreich uns Weißrussland dienen.

Die Schweden haben mit Oliver Ekman-Larsson von den Phoenix Coyotes einen der weltbesten Verteidiger. Im Angriff hat der Weltmeister einige der größten Talente. Rickard Rackell von Anaheim hält nach drei WM-Spielen bei drei Toren und vier Assists. Mika Zibanejad hat in der in der abgelaufenen Saison  bei den New York Rangers 27 Tore erzielt. Und dann ist natürlich   Elias Petterson. Das 19-jährige  Super-Talent spielte bei Växjö seine erste Saison in der schwedischen Top-Liga SHL und kam  auf 34 Tore und 41 Assists in 57 Spielen. 

Die Schweden starteten mit drei Siegen in drei Spielen bei einem Torverhältnis von 12:2 und sind wie Russland noch ohne Punkteverlust.

( kurier.at ) Erstellt am 08.05.2018