Die Vienna Capitals stehen mit dem Rücken zur Wand.

© Agentur Diener/ Kuess

Eishockey
03/04/2016

VSV drängt die Vienna Capitals ins Abseits

Der VSV siegt 3:2 nach Verlängerung und führt nun 3:1 in der Serie.

von Peter Karlik

Die Villacher Fans hatten sich extra große Mühe gegeben und Wiens Heißsporn Rafael Rotter mit einem großen Transparent mit den Worten "Rotter, du Schwammale" begrüßt. Doch der 28-Jährige war gar nicht nach Villach mitgefahren, weil er sich beim 2:1-Sieg am Dienstag schwer verletzt hatte und ihm mit einer nicht näher definierten Oberkörperverletzung das Saisonende droht. In Play-off-Zeiten werden Verletzungen von den Teams nicht mehr kommuniziert, damit die Spieler danach nicht absichtlich attackiert werden.

Rotter war nicht der einzige Ausfall bei den Vienna Capitals. Mit Troy Milam (gesperrt), Jonathan Ferland (Bluterguss im Auge), Tyler Cuma (plötzlich erkrankt) und Philippe Lakos (Finger zertrümmert) fehlten den Wienern bereits fünf Stammspieler.

Große Disziplin

Capitals-Coach Jim Boni blieb also nichts anderes übrig, als auf extreme Disziplin und eine eiserne Defensiv-Taktik zu setzen. Und seine Spieler hielten sich sehr brav an an das Motto: kurze Eiszeiten, kein Risiko und oftmals den Puck einfach nach vorne. Nicht schön zum Ansehen, aber effektiv.

Die Villacher gingen trotzdem in Führung. Bei einem Schuss von Brunner hatte Capitals-Goalie Lawson keinerlei Sicht (10.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Mannschaften schon 20 Minuten auf dem Eis. Die Hallen-Techniker hatten zehn Minuten mit einer kaputten Bandentür zu kämpfen.

Danach kämpften sich die Wiener zurück. Ein Zuspiel von Schiechl verwertete Whitmore aus kurzer Distanz zum 1:1 (23.). Auch den zweiten Rückstand konnten die Capitals ausgleichen. Nach Schofields Traumtor ins kurze Kreuzeck (28.) traf erneut Whitmore nach einem Stangenschuss von Iberer zum 2:2 (48.).

Die Entscheidung musste also in der Verlängerung fallen. Und dort dauerte es nicht lange. Wiens Bois foulte Schofield nach 22 Sekunden, der Villacher verwertete den Penalty zum 3:2-Sieg.

„Wir hätten es im dritten Drittel entscheiden können. Diese Niederlage tut schon sehr weh“, sagte ein frustrierter Capitals-Coach Jim Boni. Am Sonntag kann Villach in Wien ins Semifinale aufsteigen.

KAC stellt auf 2:2

Überraschungen gab es in den anderen Partien: Bozen siegte in Linz mit 3:2 und stellte in der Serie auf 2:2. Genauso wie der KAC. Die Klagenfurter gewannen gegen Salzburg mit 4:2 und glichen ebenfalls aus. Und der Rekordmeister reist zum Sonntag-Spiel gegen mit der Gewissheit, in drei der vier Partien die bessere Mannschaft gewesen zu sein. Znaim glich mit dem 3:2-Sieg n.V. in Dornbirn aus.

Play-off-Viertelfinale

Liwest Black Wings Linz - HCB Südtirol 2:3 (1:1,1:2,0:0)
Linz, 4.865
Tore: Da Silva (10.), Latendresse (29./PP) bzw. Gander (18./SH), Nicoletti (24.), Palmieri (33./PP)
Strafminuten: 10 bzw. 12.
Stand in der Serie: 2:2

KAC - Red Bull Salzburg 4:2 (1:2,2:0,1:0)
Klagenfurt, 4.794
Tore: Kapstad (12./PP), M. Geier (24., 41.), Lundmark (32.) bzw. Welser (6.), Connelly (15./PP)
Strafminuten: 8 plus 10 Disziplinar Swette bzw. 12
Stand in der Serie: 2:2

VSV - UPC Vienna Capitals 3:2 n.V. (1:0,1:1,0:1;1:0)
Villach, 4.500
Tore: Brunner (10.), Schofield (28., 61./Penalty) bzw. Whitmore (23., 48.)
Strafminuten: 4 plus 10 Disziplinar Hunter bzw. 6 plus 10 Disziplinar Bois
Stand in der Serie: 3:1

Dornbirner EC - HC Znojmo 2:3 n.V. (1:1,0:0,1:1;0:1)
Dornbirn, 4.120
Tore: D'Alvise (18./PP), Livingston (53) bzw. Trivino (6.), Tomas (58.), Yellow Horn (61.)
Strafminuten: 8 bzw. 16
Stand in der Serie: 2:2

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