Prominenter Gast: John Tavares erzielte 47 Tore für Toronto.  

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Sport Wintersport
05/07/2019

Eishockey: Kanada hofft auf das gute Omen von 2015

Letzter Test: Wie beim WM-Titel vor vier Jahren spielt der Mitfavorit in Wien gegen Österreich.

Das Heimspiel gegen Kanada ist natürlich der Höhepunkt der sechswöchigen Vorbereitung Österreichs auf die Eishockey-WM in der Slowakei. Um 19.15 Uhr trifft Österreich in der Erste Bank Arena in Kagran auf den 26-maligen Weltmeister. Vor vier Jahren kamen die Kanadier auch nach Wien zur WM-Vorbereitung und besiegten Österreich 4:2. Zweieinhalb Wochen später stemmten sie in Prag den WM-Pokal.

Top-Star der Kanadier ist heuer John Tavares, der bei den Toronto Maple Leafs ein Jahresgehalt von 11 Millionen Dollar (9,8 Millionen Euro) kassiert und in der abgelaufenen Saison 47 Tore erzielte. Mit Torhüter Matt Murray von den Pittsburgh Penguins ist auch ein zweifacher Stanley-Cup-Sieger dabei. Trainer ist Alain Vigneault, der ab Oktober Coach vom Österreichs Michael Raffl bei den Philadelphia Flyers sein wird. „Ich habe mit ihm noch nicht gesprochen, aber viele gute Dinge über ihn gehört“, sagte Vigneault. Raffl blockte zu diesem Thema ab: „Über das mache ich mir keine Sorgen. Die NHL-Saison geht im Oktober los. Jetzt bin ich bei der Nationalmannschaft mit meinen Boys. Da interessiert es mich eigentlich weniger, wer da drüben auf der Bank steht. Vielleicht laufen wir uns so einmal über den Weg.“

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Das Super-Talent

Raffl hofft für die österreichischen Fans, dass bei Kanada der 20-jährige Torhüter Carter Hart von Philadelphia zum Einsatz kommen wird. „Er ist unglaublich gut. Wenn er so weitermacht, wird er ein Weltklassetorhüter.“ Das Durchschnittsalter der Kanadier beträgt 24 Jahre, die Größe 186 cm. Zum Vergleich: Die Österreicher sind um drei Jahre älter und um vier Zentimeter kleiner.

Österreichs Teamchef Roger Bader strich nach dem 1:3 am Sonntag im Test gegen Dänemark Martin Ulmer, Florian Baltram und Daniel Jakubitzka aus dem Kader. Somit ist nur noch ein überzähliger Spieler dabei. Von den Wackelkandidaten Raphael Wolf (23) und Benjamin Baumgartner (19) wird also einer im 25-Mann-Kader in Bratislava sein.

Der Teamchef hofft, dass seine Spieler von Kanada lernen. „Wir werden gezwungen sein, schneller zu denken und zu spielen. So können wir vor WM-Beginn auf ein neues Niveau kommen“, erklärte der Schweizer.