Duell mit Deutschen im Fokus

epa03111773 Austria's Gregor Schlierenzauer in action during the training round for the Ski Flying competition of the the FIS Sk… © Bild: APA/ANDREAS GEBERT

"Es wird eine lässige Tournee", kündigt Schlierenzauer ob der wiedererstarkten deutschen Konkurrenz an.

"Es wird eine lässige Tournee", sagt Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer voraus: "Auch weil die Deutschen wieder so stark sind."

Tatsächlich sind die Chancen auf den ersten deutschen Gesamtsieg seit Sven Hannawalds Grand Slam vor mittlerweile elf Jahren so groß wie schon lange nicht. Immerhin gingen die beiden nicht-österreichischen Saisonsiege auf das Konto von Severin Freund, dazu kommen noch der Erfolg im Teamspringen von Kuusamo und die beiden Podestplätze des 17-jährigen Andreas Wellinger.

Entsprechend zufrieden ist der deutsche Cheftrainer Werner Schuster mit dem bisherigen Saisonverlauf. Allerdings lässt der 43-Jährige auch beim ersten Saison-Höhepunkt die Strategie nicht aus den Augen. Und die heißt, unaufgeregt einen Schritt nach dem anderen zu machen. Deshalb nimmt der Kleinwalsertaler das Wort Tourneesieg auch nicht in den Mund.

"Wir wollen die bisher gezeigte Qualität weiterführen und unsere Stärken ausspielen", sagte Schuster. "Wir möchten gerade die Springen vor heimischer Kulisse nutzen, um einen Podestplatz oder Tagessieg zu feiern. Die Chancen dafür stehen gut."

Severin Freund hat in Willingen schon erlebt, welch tolle Stimmung nach einem Heimsieg herrscht. "Es wäre schön, etwas Vergleichbares in Oberstdorf oder Garmisch-Partenkirchen zu erleben. Planen kann man das aber nicht. Dazu ist es in der Weltspitze zu dicht", betonte der zweifache Saisonsieger.

"Können mit dieser Situation umgehen"

Die ÖSV-Adler wollen sich durch die wiedererstarkte deutsche Konkurrent nicht unter Drück setzen lassen: "Wir können mit dieser Situation umgehen", betonte der 41-Jährige. "Größer als der Druck ist die Freude, dass weitere Erfolge dazukommen können."

Pointner fährt mit einem "angenehmen Gefühl der Vorfreude" zu seiner neunten Tournee als Cheftrainer und sieht sein Team so gut vorbereitet wie nie. "Wir haben als Team und mit den Einzelspringern schon alles gewonnen, wir können frei reingehen und müssen nicht Erfolgen nachlaufen", sagte der Tiroler. "Uns ist bewusst, dass ein fünfter Sieg in Folge möglich ist, aber wir müssen uns nicht daran festklammern."

In der bisherigen Weltcup-Saison haben die Österreicher fünf der sieben Einzelbewerbe gewonnen (Gregor Schlierenzauer drei, Andreas Kofler zwei). Mit 10:6 fällt auch der Vergleich der Podestplätze zugunsten der ÖSV-"Adler" aus, die restlichen fünf teilen sich auf vier verschiedene Mannschaften auf. Damit weist vieles auf ein Duell ÖSV-DSV hin. Pointner meinte dennoch, man dürfe die Favoritenrolle nicht klein halten und müsse andere Springer ebenso auf der Rechnung haben. Das sieht auch sein Landsmann Werner Schuster, der deutsche Bundestrainer, so.

Vierschanzen-Tournee: Die Termine

Oberstdorf
29.12. 16:00 Uhr Qualifikation
30.12. 16:00 Uhr Bewerb

Garmisch-Partenkirchen
31.12. 14:00 Uhr Qualifikation
1.1. 14:00 Uhr Springen

Innsbruck
3.1. 13:45 Qualifikation
4.1. 13:45 Springen

Bischofshofen
5.1. 16:15 Qualifikation
6.1. 16:30 Springen

( APA ) Erstellt am 26.12.2012