Sport | Wintersport
13.01.2013

Caps lösen Playoff-Ticket

Derby-Sieg für KAC, Salzburg muss in die Qualifikationsrunde.

Die Wiener sind nach dem 4:1 in Znaim vorzeitig für das Play-off qualifiziert. Erst mit einem 11:3 gegen Jesenice im 48. und somit letzten Spiel vor dem Play-off sicherten sich die Vienna Capitals in der vergangenen Saison einen Platz im Viertelfinale. 2013 schaffte es die Wiener im 41. Spiel, 13. Runden vor dem ersten Viertelfinalspiel.

Denn nach dem 4:1-Erfolg am Samstag in Znaim sind die Capitals in den letzten drei Runden des Grunddurchganges nicht mehr aus den Top Sechs zu verdrängen, die nach der Teilung der Liga in zehn Runden die Reihung für das Viertelfinale ausspielen.

Bei den unteren Sechs wird Red Bull Salzburg dabei sein. Die vor der Saison als Titelfavorit gehandelten Salzburger verloren in Linz 0:1 und können nicht mehr in die Top Sechs kommen.

Die Wiener haben auch gute Chancen als Tabellenführer in die Platzierungsrunde und also mit vier Bonuspunkten zu gehen. Da Verfolger Zagreb gegen Nachzügler Innsbruck sensationell 2:3 verlor, haben die Capitals drei Punkte Vorsprung. Und in dieser Woche stehen gegen Linz (Dienstag) und KAC (Freitag) zwei Schlagerspiele in Wien auf dem Programm.

Flaschenwurf

Capitals-Trainer Tommy Samuelsson versuchte der zuletzt etwas unglücklichen Offensive mit neuen Sturmlinien Impulse zu geben. Es funktionierte. Rafael Rotter wirbelte mit den neuen Kollegen Zdenek Blatny (Tor zum 4:1) und Michael Schiechl (Tor zum 1:0). Samuelsson sagte nach dem vierten Sieg im vierten Saisonduell mit den Tschechen: "Das war eine sehr gute Leistung von uns. Heute ist alles aufgegangen. Jetzt sind wir durch und natürlich erleichtert. Es wäre schön, den Grunddurchgang auf Platz eins zu beenden.“

Glück hatte Tormann Matt Zaba, der auf dem Eis Fabian Weinhandl den Vortritt lassen musste, aber nach der Partie von Znaimer Fans mit einer Cola-Flasche am Kopf getroffen wurde. Zaba blieb unverletzt.

Siebenter Streich

Der KAC hat Anleihen bei Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ genommen. Denn im 297. Derby ließ der Rekordmeister mit dem 5:4 in Villach den siebenten Streich, den siebenten Sieg en suite, folgen. Gravierender Unterschied: Während für Max und Moritz der siebente Streich tödlich endet, sind die Klagenfurter drauf und dran, den achten folgen zu lassen. Mit einem Sieg im Heimspiel am Dienstag gegen Innsbruck wäre der Play-off-Platz gesichert. Soferne zur selben Zeit der VSV zu Hause gegen Znaim gewinnt.

In Villach wurde gerade jener Mann zum Matchwinner, dessen Engagement heftige Kritik ausgelöst hatte. Kevin Doell passt nämlich mit seinen 33 Jahren nicht ins Bild vom jungen, hungrigen Überseemann, der sich für die NHL empfehlen will. "Der steht doch nur den Eigenbauspielern im Weg", hieß es wiederholt. "Es stimmt, ich hatte Anlaufprobleme", gibt der Kanadier zu. Doch sein Siegestor nach 93 Sekunden der Verlängerung war vom Feinsten. "Ich habe einfach draufg’haut", sagte Doell.

„Wir haben wieder ein Spiel im letzten Drittel gedreht“, freute sich Christer Olsson. Nach 2:0-Führung geriet der KAC 2:4 in Rückstand, um am Ende wieder als Sieger vom Eis zu stapfen.

Aber auch die Adler hatten keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen – sie sind nun punktegleich vor dem KAC. "Ein 4:2 darfst du aber nicht mehr aus der Hand geben", sagte Marco Pewal. Mit einem Sieg heute im Heimspiel gegen Znaim wäre der VSV ebenfalls im Play-off. Allerdings fällt Kapitän Gerhard Unterluggauer mit einer Leistenverletzung aus.

Tabelle und Ergebnisse der 41. Runde

VSV - KAC 4:5 n.V. (2:2,2:1,0:1 - 0:1)
Villach, Stadthalle, 5.000 (ausverkauft), SR Berneker/Trilar
Tore: Ryan (17.), Pusa (20.), Damon (22.), Pewal (28.) bzw. Koch (6.), Zanoski (16.), Doell (29., 62.), Lammers (47.)
Strafminuten: 8 bzw. 12.

Medvescak Zagreb - HC Innsbruck 2:3 (0:1,0:2,2:0)
Arena Zagreb, 9.700, SR Falkner/Graber
Tore: Sertich (55.), Brine (59./PP) bzw. Bartlett (16., 25.), Insana (26.)
Strafminuten: 2 bzw. 20.

Znojmo - Vienna Capitals 1:4 (0:1,1:1,0:2)
Znojmo, 3.214, SR Erd/Podlesnik
Tore: Jarusek (31.) bzw. Schiechl (14.), Woger (27.), Olsson (44.), Blatny (57./PP)
Strafminuten: 22 plus 20 disziplinar Planek bzw. 8.

Dornbirner EC - Olimpija Ljubljana 4:1 (1:0,2:1,1:0)
Messehalle Dornbirn, 2.167, SR Bogen/Kellner
Tore: Kozek (10., 27., 39./PP), Mitchell (50.) bzw. D'Alvise (29.)
Strafminuten: 21 plus 10 Disziplinar Bois bzw. 17 plus Matchstrafe Kuhn.

Black Wings Linz - Red Bull Salzburg 1:0 (0:0,1:0,0:0)
Eisarena Linz, 3.750, SR Fussi/Kincses. Tore: Irmen (25./PP)
Strafminuten: 16 plus 10 Disziplinar Regier bzw. 10.

Graz 99ers – Fehervar 3:1 (1:0,0:0,2:1)
Graz, Eishalle Liebenau, 2.880, SR Dremelj/Sporer
Tore: Ganahl (19.), Wren (46./PP), Iberer (60./empty net) bzw. Magosi (57.)
Strafminuten: 6 bzw. 8