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Sport Wintersport
02/28/2021

Bronze für ÖSV-Kombinierer bei der Nordischen WM

Das österreichische Quartett kann die Führung nach dem Springen nicht verteidigen. Norwegen holt Gold vor Deutschland.

Auf die ÖSV-Kombinierer ist bei Großereignissen Verlass. Seit 2010 haben sie  bei allen Olympischen Spielen und  Weltmeisterschaften Medaillen abgeliefert, im Teamwettkampf bildeten Johannes Lamparter, Lukas Klapfer, Mario Seidl und Lukas Greiderer ein Erfolgs-Quartett und holten hinter Norwegen und Deutschland Bronze.

Ein Ergebnis ganz nach der Papierform, wenngleich sich die vier ÖSV-Kombinierer nach der starken Sprungleistung insgeheim mehr ausgerechnet hatten. Denn die Österreicher nahmen das 4 x 5 Kilometer-Langlaufrennen mit einer knappen halben Minute Vorsprung in Angriff, doch in der Loipe konnten sie dann nicht mehr mit den beiden Topnationen Schritt halten. "Man darf deshalb nicht unzufrieden sein", sagte Johannes Lamparter.

Der 19-jährige WM-Debütant durfte sich wie Lukas Greiderer über die erste Medaille freuen, während Lukas Klapfer und Mario Seidl bereits jenem Team angehörten, das 2019 bei der Heim-WM in Seefeld Bronze geholt hatte. 

Klapfer von Graabak abgehängt

Junioren-Weltmeister Lamparter, im Einzel als bester Österreicher Siebenter, hielt zunächst auf seinem Laufpart den rund halbminütigen Vorsprung auf Norwegen und Japan, Deutschland fiel etwas zurück, kam auf dem zweiten Abschnitt aber wieder zurück auf Rang drei. Norwegens Jörgen Graabak schloss indes bald zum führenden Klapfer auf und hängte den ÖSV-Routinier schließlich noch deutlich ab.

Seidl wurde dann auch noch vom Deutschen Eric Frenzel ein- und überholt, der Salzburger übergab als Dritter schon klar hinter den Gastgebern und vor Japan an Schlussmann Greiderer. Der Tiroler brachte Bronze schließlich völlig ungefährdet ins Ziel, nach vorne ging freilich nichts mehr, obwohl Deutschlands Vinzenz Geiger etwas schwächelte, aber noch einige Sekunden Vorsprung auf Greiderer ins Ziel brachte.

"Ich bin megahappy mit meiner ersten Medaille. Ich habe alles gegeben, ich bin zum Schluss noch ein bisschen zu Geiger hingekommen, mehr ist aber nicht gegangen. Aber ich habe gewusst, dass ich die Bronzemedaille halte", meinte Greiderer. 

Medaille keine Selbstverständlichkeit

Der in seiner Comebacksaison nach einer schweren Knieverletzung noch nicht zu alter Stärke gekommene Seidl freute sich zwar, haderte aber noch etwas mit seiner Laufperformance. "Ich bin überglücklich, ich merke aber schon, dass auf der Loipe noch was fehlt. Aber ich habe alles gegeben, wir haben eine Medaille gemacht, das ist megacool. Wir können glücklich sein mit der Bronzemedaille."

Klapfer äußerte sich ähnlich. "Mit der Medaille bin ich superglücklich, mit dem Springen auch megahappy, beim Laufen ist nicht gar so viel drinnen gewesen in den Haxen. Aber wir waren nicht weit von Silber weg, um Gold wäre es so oder so schwer geworden. Das ist eine schöne Medaille, mit zwei Debütanten im Team, alles gut", meinte der Steirer und bezeichnete seine Laufleistung selbstkritisch als "unzufriedenstellend."

Eine Medaille sei keinesfalls selbstverständlich, betonte ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen. "Bronze war souverän und ohne Gefahr. Wir haben zwei Neulinge, die jetzt eine Medaille haben, man muss damit zufrieden sein, weil es ist keine zum Abholen." Mit Lamparter und Greiderer habe man in der zweiten Woche noch gute Chancen. Goldkandidaten sind und bleiben aber die Norweger. Deren Topmann Jarl Magnus Riiber ließ sich als Schlussläufer sein zweites Gold nach dem Triumph im Einzel und damit die erfolgreiche Titelverteidigung mit großem Vorsprung nicht nehmen.

1. Norwegen (Espen Björnstad, Jörgen Graabak, Jens Luraas Oftebro, Jarl Magnus Riiber) 43:57,7 Min.
2. Deutschland (Terence Weber, Fabian Rießle, Eric Frenzel, Vinzenz Geiger) +42,7 Sek.
3. Österreich (Johannes Lamparter, Lukas Klapfer, Mario Seidl, Lukas Greiderer) +49,1
4. Japan +2:13,4 Min.
5. Finnland +2:38,7
6. Frankreich 2:54,4
7. Italien 3:25,4
8. Tschechien 4:21,3

11 Team am Start

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