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Biathlon
03/05/2016

Jubel um Fourcade, Ernüchterung beim ÖSV

Der österreichische Olympia-Zweite Dominik Landertinger wurde nach einer Strafrunde Neunter.

von Christoph Geiler

Dominik Landertinger hatte schon recht, als er vor wenigen Tagen meinte, der Sprint sei mit Abstand das schwierigste Rennen für die Biathleten. Der Bewerb über zehn Kilometer, in dem jeder Fehlschuss eine Strafrunde nach sich zieht, verzeiht noch weniger Fehler als sonst und erlaubt den Sportlern in der Loipe und am Schießstand nicht die kleinste Schwäche. Erschwerend hinzu kommt, dass das Sprintergebnis zugleich auch als Startliste für das Verfolgungsrennen herangezogen wird.

Insofern haben die österreichischen Biathleten am Samstag im WM-Sprint von Oslo wohl gleich zwei Gelegenheiten für die ersehnte Medaille verspielt. Nur für den neuntplatzierten Landertinger (eine Strafrunde) ist am Sonntag in der Verfolgung das Siegespodest noch in Schussdistanz, während Simon Eder (27. mit drei Strafrunden) und Julian Eberhard (36. mit vier Fehlern) keine Medaillenchancen mehr besitzen.

Dafür hat Martin Fourcade am Sonntag bereits das goldene Triple vor Augen. Der Franzose war nach seinem Erfolg mit der Mixed-Staffel auch im Sprint eine Klasse für sich und ist jetzt bereits Doppelweltmeister von Oslo.

Der Jubel am Holmenkollen galt allerdings einem anderen: Oldie Ole Einar Björndalen (42) wurde Zweiter und darf sich über seine 41. WM-Medaille freuen.

Heimsieg bei den Damen

Die Norwegerin Tiril Eckhoff feierte vor Heimpublikum mit Gold im WM-Sprint ihren bisher größten Erfolg. Die 25-Jährige triumphierte ohne Fehlschuss unerwartet vor Titelverteidigerin Marie Dorin Habert (FRA/+ 15,0 Sek.), die wie sie alle Scheiben traf. Bronze ging an die Deutsche Laura Dahlmeier (+ 19,8 Sek./1 Strafrunde).

Die Tirolerin Lisa Hauser holte nach einer Strafrunde als 16. ihr zweitbestes WM-Ergebnis. Im Vorjahr in Kontiolahti war sie im Massenstart WM-14. geworden. WM-Debütantin Susanne Hoffmann kam als 37. auch in die Punkteränge. Dunja Zdouc qualifizierte sich als 58. gerade noch für die Verfolgung der besten 60. Christina Rieder schaffte das als 86. nicht.

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