In Östersund fällt auch für Dominik Landertinger (Mi.) der Startschuss in die neue Saison.

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Biathlon
12/02/2015

Dominik Landertinger will mit neuer Energie zu alter Stärke

Der Tiroler hat sein Training umgestellt und zeigt sich vor dem ersten Saisonrennen voller Tatendrang.

von Christoph Geiler

Wer Dominik Landertinger in den vergangenen Jahren nach seinen Saisonzielen befragt hat, der bekam einen Biathleten zu hören, der die ambitioniertesten Pläne hegte. Weltcupsiege, Podestplätze, Medaillen – das war die Welt, in der sich der Weltmeister von 2009 sah und in der er sich die meiste Zeit seiner Karriere auch bewegte.

Vor diesem Winter, der für Landertinger heute mit dem Einzelbewerb über 20 Kilometer in Östersund (17.15 Uhr, live in ORFeins) beginnt, nimmt der Tiroler andere Ziele ins Visier. Er will endlich einmal einen Winter unbeschadet überstehen, er möchte endlich wieder an seine Leistungsgrenze gehen können, ohne Angst haben zu müssen, dass der Schuss nach hinten losgeht. "Letzte Saison war mein Körper am Ende einfach fertig", erinnert sich der 27-Jährige, "der Geist war zwar willig, aber der Körper leider überhaupt nicht."

Neue Wege

Österreichs erfolgreichster Biathlet der Geschichte (zwei WM-Medaillen, drei Olympia-Medaillen, hatte sich im Grunde nur durch den vergangenen Winter geschleppt und wegen seiner Erkrankungen und gesundheitlichen Probleme die Saison sogar vorzeitig beenden müssen. "Sonst hätte ich wirklich Raubbau an meinem Körper betrieben."

Dominik Landertinger hat die Lehren aus der vermurksten Vorsaison gezogen. In Absprache mit den Trainern ist der Tiroler in der Vorbereitung neue Wege gegangen und hat einiges umgestellt. Längere Pausen und weniger intensive Einheiten sollen dem ehrgeizigen Vieltrainierer aus Hochfilzen ("ohne Training würde ich durchdrehen") in der Loipe wieder Beine machen. "Wir haben versucht, den Körper wieder dorthin zu bringen, wo er schon einmal war", erklärt ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner.

Neue Ziele

Auf einen fitten und formstarken Dominik Landertinger sind sie beim österreichischen Biathlonteam auch angewiesen. Denn außer dem fünffachen Weltcupsieger und Simon Eder, der in der vergangenen Saison als Gesamt-15. bester Österreicher war, drängt sich derzeit niemand so recht für Spitzenplätze auf.

Und das gerade einmal 14 Monate vor der Heim-Weltmeisterschaft in Hochfilzen (2017). "Wir haben schon ein Loch", bestätigt auch ÖSV-Direktor Markus Gandler.

Dominik Landertinger hat derweil seine Ziele vorsorglich einmal nach unten geschraubt. Von Weltcupsiegen und Medaillen will der 28-Jährige im Moment nicht sprechen. Er ist schon heilfroh darüber, dass er gesund in die neue Saison starten kann. "Ich freue mich auf die Rennen", sagt er.

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