Biathlet weint vor dem Weltcup in Oberhof um verstorbenen Freund

Sivert Bakken konnte die Tränen nicht zurückhalten.
Nach dem Todesfall von Sivert Bakken trägt der Weltcup in Oberhof Trauer. Das Begräbis soll am Dienstag in Lillehammer stattfinden.

Unter traurigen Vorzeichen startet am Donnerstag (11.30 Uhr/live ORF 1) mit dem Sprint der Biathlon-Weltcup in Oberhof. Es ist das erste Rennen nach dem plötzlichen Tod des Norwegers Sivert Bakken. Bei einer Presserunde am Mittwoch konnte Tommaso Giacomel bei den Erinnerungen an seinen gestorbenen Freund seine Tränen nicht zurückhalten. "Es geht auf und ab. Ich habe viele negative Gedanken, vor allem abends, wenn ich ins Bett gehe und die Augen zumache", sagte der Italiener.

Das erste Treffen mit den Norwegern am Montag in der Umkleidekabine im Oberhofer Stadion sei furchtbar gewesen. "Ich habe sofort angefangen zu weinen. Er sollte hier sein und ist es nicht", sagte Giacomel. Sein Fokus beim Training am Dienstag sei gegen null gegangen. Trotz der tiefen Trauer starte er aber. Einen möglichen Olympiasieg bei den Winterspielen in Antholz im Februar würde er seinem Freund widmen, der auch gute Chancen auf eine Nominierung hatte.

Bakkens Teamkollege Johan-Olav Botn hatte den 27-Jährigen am 23. Dezember tot in dessen Hotelzimmer in Lavazé gefunden. Er trug bei seinem Auffinden eine Höhenmaske. Die Norweger waren zum Höhentraining in Italien. Die Ergebnisse der Autopsie könnten erst Anfang März vorliegen.

Begräbnis am Dienstag

Die Beerdigung Bakkens ist am kommenden Dienstag in Lillehammer. Viele des norwegischen Teams werden vor Ort sein, wie Teammanager Per Arne Botnan norwegischen Medien bestätigte. Man fliege am Montag nach Norwegen, um nach der Beerdigung am Dienstagabend nach Deutschland zurückzukehren, wo am Mittwoch in Ruhpolding der Weltcup fortgesetzt wird. In Oberhof wurde der für Freitag vorgesehen gewesene Sprint auf Donnerstagnachmittag (14.15, live ORF 1) vorverlegt.

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