Berthold: "Es musste was passieren"

Sicherheit geht vor: Cheftrainer Mathias Berthold lobt die Veränderung.
Foto: apa

Der Cheftrainer des österreichischen Herren-Ski-Teams über das neue Reglement: "Gut, dass man reagiert hat."

KURIER: Die Skier müssen wieder schmäler und länger werden. Wie beurteilen Sie die neuen Materialvorschriften der FIS?
Mathias Berthold: Sie sollen zu mehr Sicherheit führen. Zwei, drei Jahre waren Änderungen gefordert worden. Und nix ist passiert. Daher finde ich es gut, dass man jetzt reagiert hat. Schließlich hatten Untersuchungen ergeben, dass die Verletzungen ab gewissen Geschwindigkeiten dramatisch zunehmen.

In welcher Disziplin werden sich die Änderungen am meisten auswirken?
Sie zielten hauptsächlich auf den Riesenslalom ab, in dem - ohne das es in der Öffentlichkeit so richtig auffiel - besonders viel passiert ist. Auf schmäleren Skier aber wird nicht schon heuer, sondern erstmals im WM-Winter 2012/2013 gefahren werden.

Benjamin Raich hat schon vor seiner Verletzungen, als er noch häufig aufs Podest gefahren war, vor den breiten Skiern gewarnt.
Sehr wenige Trainer und Läufer sind in dieser Geschichte wirklich objektiv. Daher zeichnet es den Benni besonders aus, dass er nicht an sich, sondern an die allgemeine Sicherheit gedacht hat.

Muss der Freizeitskiläufer mit einem Ende der Carving-Skier rechnen?

Mit dem Carver ist auch der mäßige Skifahrer relativ schnell in der Lage, einen geschnittenen Schwung zu fahren. Um diese Erfolgserlebnisse wird man Herrn Jedermann nicht bringen.

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(kurier) Erstellt am
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