In Form: Anna Fenninger schließt an die Erfolge der letzten Saison an.

© APA/EPA/IAN LANGSDON

Ski alpin
12/28/2014

Anna Fenninger und ihr Glückstag

Am 28.12. gewann Fenninger zuletzt drei Mal im RTL – Erfolg Nummer vier könnte im Kühtai folgen.

von Christina Pertl

Eigentlich erübrigt sich die Frage nach Anna Fenningers Plänen für den 28. Dezember. Hat sich die 25-jährige Salzburgerin doch in den letzten Jahren als Gewohnheitstier entpuppt, wenn es um den viertletzten Tag des Jahres geht. Drei Heimrennen, drei Siege: Die jüngste Bilanz der Ausnahmekönnerin im letzten Riesentorlauf des Kalenderjahres ist perfekt.

Und auch wenn der Weltcup-Kalender heuer wegen Schneemangels am Semmering von den gewohnten Plänen abweichen musste, will Anna Fenninger doch im Tiroler Kühtai ihre ganz persönliche Tradition hochhalten. Die weihnachtliche Verschnaufpause sei es, die ihr alle Jahre wieder zum Erfolg verhelfe, mutmaßt Fenninger. Ein weiterer Sieg im Riesentorlauf am Sonntag (10 bzw. 13 Uhr, live ORFeins) wäre ihr zehnter im Weltcup und ein perfekter Abschluss für das Erfolgsjahr von Österreichs Sportlerin des Jahres.

Neun Mal stand Fenninger 2014 im Weltcup auf dem Siegespodest, vier Mal in der Mitte auf der höchsten Stufe. Mit dem Olympiasieg im Super-G von Sotschi, der Silber-Medaille im Riesenslalom und den Kristallkugeln für den Gesamt- und Riesenslalom-Weltcup krönte die Salzburger Schneekönigin jenes Jahr, in dem sie eigentlich alles erreicht hat, was es im Skisport zu erreichen gibt.

Erster Erfolg

Genau drei Jahre ist es her, seit Anna Fenninger in Lienz zum ersten Mal die schnellste Dame zwischen den Riesenslalom-Toren war. Seitdem hat sich manches verändert. Selbstbewusster wirkt die 25-Jährige heute, die nach der Premiere 2011 noch so gar nicht wusste, wie sie mit Erwartungen, Druck und der neuen Bekanntheit umgehen sollte. "Das war ein Lernprozess", sagte sie später ehrlich. An ihrer bodenständigen Art haben auch die großen Erfolge nichts geändert.

Genauso wenig, wie am Hunger nach Mehr. "Es reicht mir noch lange nicht", stellte Fenninger schon vor Saisonbeginn fest. Neben weiteren Weltcup-Erfolgen hatte sie dabei schon das nächste Großereignis im Hinterkopf: die Ski-WM in Vail und Beaver Creek, die in einem Monat im US-Bundesstaat Colorado über die eisige Bühne gehen wird. "Klar, eine WM-Medaille ist definitiv ein Ziel", sagt sie. "Ich freue mich immer auf Großereignisse, das ist so ein spezieller Kick."

Letzte Probe

36 Tage sind es noch, bis in den USA um WM-Titel gefahren wird. Und dennoch ist der Riesentorlauf im Kühtai die letzte Gelegenheit für Österreichs Damen zum internationalen Vergleich. "So ist eben die Planung", nimmt Damen-Chef Jürgen Kriechbaum die "eigenartige" Tatsache gewohnt gelassen.

Um das WM-Team muss sich der gebürtige Oberösterreicher diesmal ohnehin wenig Sorgen machen. Neben Anna Fenninger und der neuen Podest-Garantin und RTL-Weltcup-Führenden Eva-Maria Brem werden wohl Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser für Österreich starten:"Die Siegerinnen und Stockerlfahrerinnen sowie die Top-Ten-Läuferinnen ergeben ein relativ klares Bild."
eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.