Unglücklich: Die Wiener (Schiechl) vergaben zu viele gute Chancen.

© DIENER / Eva Manhart

Eishockey

Caps schenken einem schwachen Gegner den Sieg

Die Capitals unterliegen Fehervar 2:3. KAC besiegt VSV 6:3.

von Peter Karlik

11/22/2015, 07:25 PM

Zumindest die Zuschauerzahlen sind erfreulich für die Vienna Capitals: Nach den 5600 am Freitag gegen Villach machten die 4400 gestern gegen Fehervar die 10.000 an diesem Wochenende perfekt.

Aus sportlicher Sicht war das 2:3 gegen die Ungarn ein Selbstfaller. Vor allem für ein österreichisches Spitzenteam mit zehn Legionären gegen eine ungarische Mannschaft mit nur drei Linien und nur vier Legionären – auch, wenn die Capitals Chancen für drei Siege hatten.

55:18 lautete das Torschussverhältnis am Sonntag – nicht mitgezählt jene Pucks, die an die Stangen oder knapp daneben gingen.

Capitals-Coach Jim Boni warf seiner Mannschaft vor: "Normalerweise dürfen die Ungarn nach dem ersten Drittel nur noch an die Heimfahrt denken und müssten wir mit drei vier Toren Differenz führen. Aber Fehervar hat aus zwei Chancen drei Tore gemacht." Boni ärgerte sich aber auch über die Referees Jonas Reimer und Peter Gebei, der früher selbst bei Fehervar spielte: "Wir dürften in Fehervar nie so attackieren wie sie es bei uns machen. Da sitzen wir nur auf der Strafbank. Aber die Schiedsrichter werden sicher ihr Bestes geben wollen. Vielleicht war das ja ihr Bestes."

Offensichtlich verhinderten Gebei und Reimer das Zeitzögern der körperlich unterlegenen Ungarn nicht. Immer wieder schickte Fehervar-Coach Rob Pallin sechs Spieler auf das Eis zum Bully – ohne Konsequenzen.

Am Dienstag empfangen die Wiener Schlusslicht Laibach (am Sonntag 0:10 in Linz).

Der KAC feierte mit dem 6:3 gegen den VSV den ersten Derbysieg seit 26. Dezember 2013 (Mehr dazu unten).

KAC beendet Derby-Fluch, Linz siegt 10:0

Der KAC hat den fast zwei Jahre währenden Derby-Fluch in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) beendet. Die Klagenfurter besiegten am Sonntag vor 5.050 Zuschauern in der heimischen Stadthalle den VSV mit 6:3 und feierten damit den ersten Sieg gegen den Lokalrivalen seit dem 26. Dezember 2013.

Die Black Wings Linz haben sich mit einem 10:0-Kantersieg gegen Schlusslicht Olimpija Ljubljana die Tabellenführung von Red Bull Salzburg (2:3 nach Verlängerung in Bozen) zurückgeholt. Neuer Tabellendritter ist der Dornbirner EC dank eines 7:0 im Westderby gegen Innsbruck.

Sechs Derbys hintereinander hatte der KAC gegen die Villacher Adler das Eis als Verlierer verlassen, dank eines starken Schlussdrittels beendeten sie nun diese Negativserie. Dabei zeigte zunächst der VSV, dass er sich unter dem neuen Trainer Greg Holst im Aufschwung befindet. Zwei 20-jährige Villacher sorgten für eine 3:1-Führung nach dem ersten Drittel. Valentin Leiler nutzte gleich die erste Chance nach 60 Sekunden zur Führung, bei der die KAC-Defensive nicht im Bilde war, und erhöhte im Powerplay auf 2:0 (11.). Nach dem 1:2 von Patrick Harand sorgte David Kreuter nur 29 Sekunden später mit seinem ersten Liga-Tor den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (13.).

Wie schon in den jüngsten drei Spielen wachte der KAC erst nach klarem Rückstand auf und dominierte mit aggressiverem Spiel das Mitteldrittel. Fehlende Präzision im Abschluss und VSV-Torhüter J.P. Lamoureux verhinderten aber mehr als den Anschlusstreffer von Thomas Pöck (34.). Im Schlussdrittel legten die Rotjacken noch einen Gang zu und drehten mit einem Doppelpack innerhalb von 42 Sekunden das Spiel. Manuel Ganahl traf zunächst von hinter der Torlinie zum Ausgleich (43.), Jamie Lundmark schoss den KAC in Führung (44.). Stefan Geier (47./PP) und Thomas Koch (60./empty net) fixierten den Endstand.

Schützenfest

An der Tabellenspitze gab es neuerlich einen Umsturz. Die Black Wings Linz schossen ihren Lieblingsgegner aus Slowenien aus der Halle und wurden mit der Rückkehr auf Platz eins belohnt. Es war der höchste EBEL-Sieg der Linzer seit 13 Jahren und erst der dritte zweistellige Erfolg (10:0 und 12:2 gegen Graz im November und im Jänner 2002).

Meister Salzburg machte beim HCB Südtirol durch Dominique Heinrich (23.) und Marco Brucker (36./PP) zweimal einen Rückstand wett. Nach 1:41 Minuten der Verlängerung schoss Taylor Vause mit seinem zweiten Treffer die Bozener zum Sieg. Der Titelverteidiger liegt nun zwei Zähler hinter Linz und einen Punkt vor Dornbirn. Die Bulldogs gingen mit einer 2:0-Führung ins Schlussdrittel und überrollten die Innsbrucker Haie in den letzten 20 Minuten mit fünf Treffern.

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