Sport
03.09.2017

Vuelta: Kolumbianischer Tagessieg, Froome bleibt Nr. 1

Miguel Ángel López gewinnt in der Sierra Nevada. Christopher Froome behauptet als Etappenfünfter seine Gesamtführung.

Normalerweise entlockt es einem Radprofi ein zartes Lächeln, wenn er weiß, dass am nächsten Tag eine 129,5 Kilometer kurze Etappe zu absolvieren ist. Doch am Samstagabend hatten die Fahrer, die bei der Spanien-Rundfahrt engagiert sind, keinen Sinn für Späße – nicht nur, dass schon der Samstag mit einer Bergankunft fordernd war, der Sonntag brachte 44 Kilometer Anstiege mit bis zu 22 Prozent Steigung, und das Finale führte über mehr als 33 Kilometer hinauf in die Sierra Nevada.

Das Ziel auf 2510 Metern Höhe hatte immerhin ein Gutes: Das Dach der Vuelta 2017 war erreicht.

Attacken

26 Kilometer vor dem Ziel hatten sich Alberto Contador und Miguel Ángel López zur Attacke entschlossen, 14 Kilometer später griff auch Vincenzo Nibali an. Den Gesamtführenden Christopher Froome ließ all das ungerührt – wie üblich hatte der Tour-de-France-Sieger noch Helfer um sich. Nibali hingegen war allein – und wurde von der Gruppe um Froome bald wieder eingeholt.

Fünf Kilometer vor dem Ziel ließ López Contador stehen, alleine machte sich der Kolumbianer auf die Verfolgung des führenden Adam Yates. Auch der Brite konnte nicht mehr zulegen, den Sieg sicherte sich Astana-Profi López nach 3:34:51 Stunden 36 Sekunden vor dem Russen Ilnur Sakarin (Katjuscha) und dem Niederländer Wilco Kelderman (Sunweb/+45), Christopher Froome wurde Fünfter und bleibt Gesamtführender, 1:01 Minuten vor Vincenzo Nibali und 2:08 Minuten vor Ilnur Sakarin. Alberto Contador indes wurde durchgereicht, im Spätherbst seiner Karriere holte der Spanier Tagesrang 13.

Hochverdient ist nach all dem der Ruhetag am Montag. Am Dienstag folgt das 40,2 Kilometer lange Einzelzeitfahren vom Circuito de Navarra nach Logroño.