Aufschlag: Hypo Tirol startet in Belgien in die Champions League.

© Christian Forcher/www.fotoworxx.at

Volleyball
11/05/2014

Hypo Tirol und Aich/Dob starten in CL-Saison

Für die österreichischen Volleyball-Teams ist die Champions League trotz Nenngeld ein Gewinn.

von Christoph Geiler

Champions League – wie sich das schon meisterlich anhört. Champions League – das klingt nach Big Business und Beletage, nach Geldregen und Großverdienern, nach Megaspektakel und Millionengeschäft. So darf sich zum Beispiel jeder Verein, der derzeit in der UEFA Champions League am Ball ist, über großzügige 8,6 Millionen Euro Startgeld freuen.

Hannes Kronthaler wäre schon überglücklich, wenn er nur ein Prozent davon erhalten würde. Der Manager von Volleyballmeister Hypo Tirol ist mit seiner Mannschaft ebenfalls in der Champions League im Einsatz, doch außer dem klingenden Namen hat dieser Bewerb mit der Eliteliga der Kicker praktisch nichts gemein. "Wir müssen sogar noch Nenngeld zahlen", erzählt Kronthaler, "das sind dann auch 25.000 Euro." Daneben erscheinen sogar die Handballer (40.000 Euro Startgeld) und Eishockeyteams (28.000 Euro) in ihren Europacupbewerben wie echte Großverdiener.

Und trotzdem – Aufwand hin, Ausgaben her – ist die Teilnahme an der Champions League für Kronthaler und seinen Verein ein einziger Gewinn. "Das ist ja der Grund, warum wir das Ganze machen", sagt der österreichische Meistermacher vor dem Auftaktspiel bei Precura Antwerpen.

Lockmittel

Ohne die jährlichen internationalen Auftritte bräuchten die Tiroler kein 1,3 Millionen-Euro-Budget. Einen heimischen Meistertitel kann man auch billiger kriegen. "Aber diese Legionäre, die bei uns spielen, kommen alle nur wegen der Champions League nach Tirol", weiß Kronthaler. Vizemeister Aich/Dob, der am Mittwoch zum Auftakt der Eliteliga Olympiakos Piräus im Sportpark Klagenfurt empfängt (20.25 Uhr/live auf ORF Sport +) geht’s nicht viel anders. "Alle sechs Gruppenspiele werden im Fernsehen übertragen. Auf diese Werbung können wir nicht verzichten."

In Innsbruck machen sie für die Champions League sogar Überstunden. Da die USI-Halle nicht den internationalen Anforderungen entspricht, übersiedelt der Klub mit den Heimspielen und verwandelt in einer Nachtschicht die Innsbrucker Eishalle in eine Volleyballarena. "Klar kostet uns das auch wieder Geld", sagt Kronthaler, "aber es macht ganz einfach riesigen Spaß, sich mit den Besten zu messen."

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