Wenn Thiem in New York bald scheiterte, soll er nach Kitz kommen

© APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Sport
06/20/2020

Turniertennis: Hochbetrieb in Kitzbühel, Träume in Wien und Linz

Österreichs Turnierdirektoren rechnen mit Topbesetzungen. Und auch mit Zuschauern.

von Harald Ottawa

„Ich habe viel auf der Tour erlebt, aber so etwas nicht annähernd“, sagt Ex-Profi Alexander Antonitsch.

Er ist dennoch vollbeschäftigt. Als Mitorganisator der Austrian Pro Series in der Südstadt, aber auch demnächst als Turnierdirektor der Generali Open in Kitzbühel. Sein Turnier steht fix im ATP-Kalender, als Beginn einer kleinen, aber feinen Sandplatz-Saison. Dass das Turnier am 8. September beginnt, also in der zweiten Woche der US Open, wo wohl alle Stars starten, drückt eher weniger auf das Gemüt. „Mit Hilfe der ATP können wir an einem Dienstag starten, auch der Nennschluss ist unüblich kurz vor dem ersten Aufschlag gelegt. Wir rechnen damit, dass viele Spieler kommen werden, die in der zweiten Turnierwoche in New York nicht mehr dabei sind.“

Das betrifft auch Dominic Thiem, der am Wochenende Exhibitions nahe Nizza spielt. „Wir hoffen natürlich, dass er dort so weit wie möglich kommt. Wenn nicht, stehen die Chancen gut, dass er bei uns spielt. Er steigt ja als gesetzter Spieler erst am Donnerstag ein.“

Noch etwas spricht für Kitzbühel: „Wir haben aufgrund der Höhenlage ähnliche Bedingungen wie das ATP-1000-Turnier in Madrid, das unmittelbar darauf folgt.“ Was die Fans betrifft, ist vieles unklar. „Wir hoffen und glauben, dass mehr als die bislang genehmigten 1.250 kommen. Wir stehen im Kontakt mit den Behörden.“ Den Höhepunkt der Sandplatz-Saison werden wie immer die French Open bilden, in Paris startet der Hauptbewerb am 27. September.

Noch in der Warteposition befinden sich die beiden weiteren Turniere in Österreich. Doch man darf sich sicher sein, dass sowohl die Erste Bank Open als auch das Upper Austria Ladies im Oktober stattfinden. Mitte Juli sollen die weiteren Turniere bekannt gegeben werden.

Publikum erwünscht

Das Wiener Stadthallenturnier ist von 24. Oktober bis 1. November in der Stadthalle geplant. „Die Veröffentlichung des ATP-Kalenders bis in den Frühherbst ist auch eine sehr gute Nachricht für die Erste Bank Open“, sagte Turnierdirektor Herwig Straka.

Auch mit Fans wird gerechnet. „Wir hoffen, dass im Herbst eine gewisse Normalität bei Sportveranstaltungen einkehren wird und wir in der Wiener Stadthalle unter Einhaltung aller dann geltenden Bestimmungen doch vor Publikum spielen können“, sagt Straka. Immerhin sei das Turnier Österreichs höchstdotierte Sportveranstaltung. Von einer Topbesetzung ist auszugehen. „Weil die Spieler nach der langen Turnierpause alle fit und extrem hungrig nach Matches sind.“

Jubiläum in Linz

Auch in Linz ist man sich sicher, dass das Turnier heuer seine 30. Auflage erlebt. „Das Turnier ist ein wichtiges Zeichen für den Frauensport in Österreich“, sagt Turnierdirektorin Sandra Reichel, die hofft, dass sich „die Corona-Situation bis Oktober beruhigen“ wird, und deshalb auch Fans kommen können. Im Vorjahr feierte US-Jungstar Coco Gauff dort als 15-Jährige ihren ersten Turniersieg. Wann das Turnier im Oktober ausgetragen wird, ist freilich noch unklar.

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