Sport
11.07.2015

Salzburg sticht Manchester United aus

Red Bull Salzburg verpflichtet den französischen Nachwuchsteamspieler Dayot Upamecano.

Seit Tagen war darüber spekuliert worden, am Samstagvormittag kam nun auch die offizielle Bestätigung von Salzburg: Dayot Upamecano wechselt zum österreichischen Double-Gewinner.

Der erst 16-jährige Innenverteidiger war einer der Entdeckungen der U-17-EM im Mai in Bulgarien. Mit Frankreich gewann Upamecano in überzeugender Manier den Titel. Im Finale wurde Deutschland mit 4:1 besiegt. Im gesamten Turnier kassierte der Europameister in sechs Spielen nur zwei Gegentore.

Upamecano bekam danach Angebote von mehreren europäischen Topteams. Arsenal, Manchester City, Juventus Turin, Olympique Marseille, besonders intensiv Manchester United und zuletzt auch Bayern München sollen sich um die Dienste des Defensivtalents vom französischen Zweitligisten FC Valenciennes bemüht haben.

Letztlich machte aber doch Salzburg das Rennen, wohl auch, weil Upamecano einen fixen Kaderplatz bei Österreichs Meister bekommt. Das schließt allerdings nicht aus, dass er Kooperationsspieler beim FC Liefering wird - ähnlich wie Naby Keita, der vor einem Jahr ebenfalls von einem französischen Zweitligisten verpflichtet worden war.

Vertrag bis 2018

Am Freitag war Upamecano mit seinen Eltern in Salzburg, hat einen Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnet. Das ist die maximale Vertragsdauer, die bei einem minderjährigen Fußballer laut FIFA-Transferregulativ erlaubt ist.

Laut übereinstimmenden französischen Medienberichten überweist Salzburg immerhin 2,2 Millionen Euro Ablöse an Valenciennes. Damit soll das Angebot der österreichischen Meisters um 400.000 Euro höher gewesen sein als jenes von Manchester United.

Eine ähnliche Summe könnte Red Bull auch in einen weiteren französischen Nachwuchsteamspieler investieren. Flügelstürmer Ousmane Dembélé soll ein Angebot vorliegen haben. Der 18-Jährige spielt in der zweiten Mannschaft von Stade Rennes. Zuletzt war er auch mit Manchester City in Verbindung gebracht worden. Allerdings will ihm jetzt auch der französische Erstligist einen Profivertrag vorlegen.