Jurij Rodionov spielt er für den WAC

© EPA/YOAN VALAT

Sport Tennis
05/28/2021

Bundesliga statt French Open: Tennis-Star Thiem allein in Paris

Während Dominic Thiem bei den French Open aufschlägt, ist ein Großteil der zweiten Garde am Samstag in der nationalen Meisterschaft aktiv.

von Harald Ottawa

Gewiss wäre Jurij Rodionov jetzt lieber noch in Paris. Das Scheitern in der ersten Qualifikationsrunde bei den French Open hat auch eine ganz passable Seite: Der 22-Jährige, derzeit die Nummer drei in Österreich, kann am Samstag mit seinem Klub WAC in die Bundesliga-Saison starten. Die Wiener zählen mit Irdning zu den Favoriten. Die Steirer sind am Wochenende aber noch spielfrei.

Blöd, weil ihr Zugpferd Dennis Novak nämlich (blöderweise) auch schon wieder da wäre, auch die Nummer zwei des Landes verabschiedete sich in Roland Garros schon nach dem Auftakt zur Qualifikation.

Dasselbe Schicksal ereilte auch Sebastian Ofner, der damit für den TC Kern am Samstag aufschlagen kann. Damit ist Österreich in Paris im Einzelbewerb der Herren nur durch Dominic Thiem vertreten, der sich ja auch nicht zwingend in Hochform präsentiert. Sein Erstrundengegner ist der Spanier Pablo Andujar, der in Genf jüngst Roger Federer schlug. Gut: Thiem kann erst im Finale auf Novak Djokovic oder Rafael Nadal treffen.

Grabher darf noch hoffen

Dafür dürfen die Damen noch auf eine Starterin hoffen, Julia Grabher fehlt noch ein Sieg für ihre Premiere im Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers. Die 24-jährige Vorarlbergerin ist in der besten Form ihrer Karriere, seit sie auf die Trainer-Marke Günter Bresnik setzt, geht es aufwärts. „Sie hat gute Anlagen zumindest für einen Platz in den Top 100“, sagt Bresnik über die derzeitige Nummer 194. Lob kommt auch von Fed-Cup-Kapitänin Marion Maruska. „Sie verfügt über eine gute Beinarbeit und eine starke Vorhand. Nur wenige spielen sie mit so viel Drall.“

Bleibt zu hoffen, dass Dornbirn-Spielerin Grabher aus guten Gründen für die Bundesliga absagen kann. Österreichs Nummer eins Barbara Haas kann hingegen Bundesliga spielen, nach dem Scheitern in der 1. Quali-Runde in Paris verstärkt sie das Kornspitz-Team.

Die Liga konnte mit Henn auch einen neuen Titelsponsor präsentieren. Geschäftsführer ist der Vorarlberger Martin Ohneberg, der die Funktion des Vizepräsidenten des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV) bekleidet. „Wir wollen die ohnehin starke Bundesliga noch mehr aufwerten.“

Spielpraxis

Neben dem Daviscup ist die Bundesliga das zweite große Standbein des ÖTV, „deshalb ist es wichtig, dass diese auf gesunden Beinen steht“, sagt ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda. „Es geht nicht nur um Spielpraxis, sondern für viele Spieler ist es auch eine Einnahmequelle“, sagt Rodionov, der auch hofft, über die Bühne Challenger „wieder nach oben zu kommen“. Der Niederösterreicher trainiert wie Ofner bei Wolfgang Thiem in Traiskirchen, während Novak zu Bresnik zurückkehrte. Derzeit vereint das Trio nur der Misserfolg.

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