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Sport Tennis
04/01/2021

Neue Konkurrenz für Thiem: Zwei Youngsters zeigen auf

Während Österreichs Topmann noch länger pausiert, brillieren in Miami Sinner und Korda.

von Harald Ottawa

Die Latte liegt immens hoch. Weil Dominic Thiem das Jahr 2020 und damit seine bislang beste Saison erst einmal toppen muss.

Weil die Konkurrenz nicht schläft, vor allem, weil sich die Generation nach Thiem in traumhafter Verfassung präsentiert. Deshalb heißt es für Österreichs Ass, topfit und hungrig in die Sandplatz-Saison zu starten. Nach den heuer gezeigten Darbietungen kam es deshalb nicht überraschend, dass er zugunsten einer guten Vorbereitung auch auf das Millionenturnier in Monte Carlo verzichtet, das am 11. April startet. Seine Höhepunkte sind die Turniere in Madrid und Rom und natürlich die French Open. Am 23. Mai wird dort aller Voraussicht nach aufgeschlagen, auch wenn die Franzosen Bestreben zeigen, aufgrund der Pandemie wie im Vorjahr in den Herbst auszuweichen.

 

Corona-Müdigkeit

Die zermürbenden Corona-Zeiten hinterließen nicht nur bei Thiem Spuren: Novak Djokovic, Roger Federer und der angeschlagene Rafael Nadal ließen Miami ebenso aus. Der Russe Daniil Medwedew (25 Jahre) schlug nur bedingt Kapital daraus, er scheiterte in Florida im Viertelfinale am Spanier Roberto Bautista Agut - wie der Grieche Stefanos Tsitsipas (22), der dem Polen Hubert Hurkacz unterlag. Der Deutsche Alexander Zverev (23) war noch früher draußen.

Zweite und dritte Garde

Dafür zeigen zwei Youngster auf, die ebenso irgendwann in die Konkurrenten-Schar von Thiem eintreten könnten. Der erst 19-jährige Jannik Sinner steht in Miami nach einem Sieg über den Kasachen Alexander Bublik im Semifinale, in dem Bautista Agut wartet. Nicht überraschend, wenn man einen Blick auf seine Vita wirft: In den jüngsten vier Monaten feierte der Italiener in Sofia und Melbourne seine ersten Turniersiege. "Verglichen mit dem Vorjahr habe ich mich enorm verbessert“, sagt Sinner. Schon 2019 gewann er als bislang jüngster Spieler das Next-Generation-Turnier in Mailand.

Auf den Spuren des Vaters

Die anderen Sternstunden schlagen für einen Burschen, der einen berühmten Nachnamen trägt. Sebastian Kordas Vater Petr war die Nummer zwei der Welt, zudem war die Mutter Profi, die Schwestern sind Top-Golferinnen.

Der 20-jährige US-Bürger aber auch hat Österreich-Bezug: Sebastian war als Knirps dabei, als sein Vater oftmals in St. Anton aufschlug; er selbst spielte vor vier Jahren in Mödling bei der Spring Bowl, Österreichs größtem Jugendturnier. Den Feinschliff dafür hatte er sich bei Trainer Günter Bresnik geholt. In der Nacht auf Freitag trifft er im Viertelfinale von Miami auf Andrej Rublew.

Der 23-jährige Russe ist einer der schärfsten Konkurrenten von Thiem um die Plätze an der Sonne. Jedoch sei gesagt: Der Lichtenwörther ist auf Sand in Bestform nur von Nadal zu schlagen.

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